Wie funktioniert eine Opferanode?

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Eine Opferanode ist ein Stück Metall, das absichtlich in einem korrosiven Umfeld platziert wird, um ein anderes Metall vor Korrosion zu schützen. Dieser Prozess wird als kathodischer Schutz bezeichnet. Hier ist, wie es funktioniert: 1. **Materialwahl**: Opferanoden bestehen aus einem Metall, das leichter oxidiert als das zu schützende Metall. Häufig verwendete Materialien sind Zink, Magnesium oder Aluminium. 2. **Elektrochemische Reaktion**: Wenn die Opferanode und das zu schützende Metall (z.B. Stahl) in einem Elektrolyten (wie Wasser oder feuchter Erde) in Kontakt kommen, entsteht eine galvanische Zelle. In dieser Zelle wird die Opferanode zur Anode und das zu schützende Metall zur Kathode. 3. **Korrosion der Anode**: Die Opferanode oxidiert und korrodiert, während das zu schützende Metall als Kathode geschützt bleibt. Die Anode gibt Elektronen ab, die durch den Elektrolyten zur Kathode fließen und dort die Reduktion von Sauerstoff oder Wasserstoffionen ermöglichen. 4. **Schutz des Metalls**: Durch diesen Elektronenfluss wird das zu schützende Metall kathodisch polarisiert, was seine Korrosion verhindert oder stark verlangsamt. Ein praktisches Beispiel ist der Schutz von Schiffsrümpfen oder Pipelines, bei denen Opferanoden angebracht werden, um die Korrosion des Hauptmetalls zu verhindern.

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