Warum haben Straßenbahnen oft die Spurweite 1000 mm?

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Straßenbahnen haben oft **1000 mm Spurweite (Meterspur)**, weil sie historisch und technisch für den **Stadtbetrieb** viele Vorteile bot: - **Engere Kurven möglich:** In Altstädten mit engen Straßenradien lässt sich Meterspur oft leichter trassieren als Normalspur (1435 mm). - **Günstigerer Bau:** Schmalere Spur kann **weniger Platz** brauchen (z. B. im Straßenraum) und war/ist in vielen Fällen **billiger** zu bauen – besonders bei älteren Netzen. - **Leichtere Fahrzeuge/Anlagen:** Frühe Straßenbahnen waren kleiner und leichter; Meterspur passte gut zu den damaligen **Fahrzeug- und Gleisbauweisen**. - **Regionale Tradition/Netzkompatibilität:** In vielen Ländern/Regionen wurde Meterspur früh zum Standard für Nebenbahnen und Tramnetze; spätere Erweiterungen blieben dann aus **Kompatibilitätsgründen** dabei. - **Trotzdem ausreichend leistungsfähig:** Für viele Städte reicht Meterspur für hohe Kapazitäten; entscheidender sind Takt, Fahrzeuglänge, Bahnsteige und Vorrangschaltungen. Kurz: **Meterspur ist ein historisch gewachsener, platz- und kostenfreundlicher Kompromiss**, der im dichten Stadtraum besonders gut funktioniert.

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