Wie funktioniert das Stoßen eines Innensechskants?

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**Ein Innensechskant wird beim Stoßen nicht „gebohrt“, sondern mit einem profilförmigen Werkzeug spanend in eine vorgebohrte Rundbohrung eingearbeitet: Das Werkzeug fährt hubweise axial ein und schneidet die sechs Flächen Schritt für Schritt frei.** ([gisstec.de](https://gisstec.de/nutstossen/stosswerkzeuge-sechskant/)) ## So läuft das Verfahren ab Zuerst wird eine Kernbohrung hergestellt. Diese Bohrung ist etwas kleiner bzw. passend zur späteren Schlüsselweite ausgelegt, damit das Stoßwerkzeug nur noch die Ecken und Flächen des Sechskants erzeugen muss. Bei Standard-Sechskant-Räumnadeln wird die Ausgangsbohrung oft in Größe der Schlüsselweite gewählt; Hersteller geben dafür konkrete Vorbohrmaße an. ([gisstec.de](https://gisstec.de/nutstossen/stosswerkzeuge-sechskant/)) Danach taucht das Stoßwerkzeug in die Bohrung ein. Beim Arbeitshub nimmt es Material ab, beim Rückhub wird entlastet oder leicht zurückgezogen, damit die Schneide nicht reibt. Durch viele kurze Hübe entsteht aus der runden Bohrung nach und nach der Innensechskant. ([webshop.guehring.de](https://webshop.guehring.de/drehen/nutstossen-ab-15mm-system104)) ## Wichtiger Unterschied: Stoßen vs. Räumen Hier werden zwei Verfahren oft verwechselt. **Stoßen** bedeutet: Das Werkzeug arbeitet mit vielen Hüben und formt das Profil schrittweise aus. Das ist flexibel und auch für kleinere Stückzahlen oder Sacklöcher interessant. ([gisstec.de](https://gisstec.de/nutstossen/stosswerkzeuge-sechskant/)) **Räumen/Stoßräumen mit Räumnadel** bedeutet: Ein mehrstufiges Werkzeug wird in einem Press- oder Durchstoßvorgang durch die Bohrung gedrückt und erzeugt den Sechskant praktisch in einem Zug. Das ist schneller, braucht aber passende Geometrie und oft höhere Kräfte. Sechskant-Räumnadeln können sich dabei über die Ausgangsbohrung selbst führen. ([shop.ibt-gmbh.de](https://shop.ibt-gmbh.de/produkte/hassay-savage-stossraeumnadeln/sechskant-raeumnadeln/)) ## Praktisch entscheidend Der eigentliche Knackpunkt sind nicht die sechs Flächen, sondern die **Ecken**. Genau dort trennt sich „irgendwie passend“ von einem sauber stoßbaren Innensechskant. Deshalb sind Vorbohrung, Werkzeugbreite, Ausrichtung und Werkstoff wichtiger als viele denken. ([kuchel.de](https://www.kuchel.de/raumen/)) Für dich heißt das konkret: Wenn ein Innensechskant nur kurz, klein oder in geringer Stückzahl gebraucht wird, ist Stoßen oft wirtschaftlicher als ein Sonderfräser oder Erodieren. Bei hohen Stückzahlen ist Räumen meist schneller. ([shop.ibt-gmbh.de](https://shop.ibt-gmbh.de/produkte/hassay-savage-stossraeumnadeln/sechskant-raeumnadeln/)) ## Einfaches Bild im Kopf Stell dir vor, du hast erst ein rundes Loch und drückst dann kein „Sechskant-Stempel“ einfach hinein, sondern ein Schneidwerkzeug, das bei jedem Hub nur wenig Material abnimmt. Aus dem Kreis wird dadurch schrittweise ein Sechskant. Genau so funktioniert das Stoßen eines Innensechskants.