Welche Steigung sollte eine Rampe für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen haben?

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**Für Rollstühle sollte eine Rampe im Regelfall höchstens 6 % Steigung haben; das ist der entscheidende Wert. Alles darüber wird für Selbstfahrer schnell anstrengend oder unsicher.** ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) ## Der praktische Richtwert Für eine wirklich gut nutzbare Rampe in Deutschland gilt nach DIN-orientierter barrierefreier Planung: - **Rollstuhl:** **max. 6 %** - **Rollator:** idealerweise ebenfalls **bis 6 %**, kurzzeitig sind im privaten Bereich teils mehr möglich, aber das wird deutlich unsicherer - **Kinderwagen:** technisch gehen oft auch **mehr als 6 %**, sinnvoll und komfortabel ist aber ebenfalls **etwa 6 % oder weniger**, vor allem bergab ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) Der wichtige Unterschied: **Was mit Kinderwagen noch irgendwie geht, ist für einen Rollstuhl oft schon zu steil.** Wenn die Rampe für alle funktionieren soll, plane nach dem strengsten Maßstab – also **6 %**. ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) ## Warum 6 % so wichtig sind Schon kleine Höhenunterschiede machen die Rampe lang. Bei **6 %** brauchst du für **36 cm Höhe bereits 6 m Rampenlänge**. Genau deshalb werden Rampen oft versehentlich zu steil gebaut. ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) Steilere Rampen haben drei klare Nachteile: - Hochfahren kostet deutlich mehr Kraft - Bergab steigt das Risiko, die Kontrolle zu verlieren - Mit Rollator oder Kinderwagen wird Bremsen und Rangieren schwieriger ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) ## Wichtige Ausnahme **Kurz und privat ist nicht automatisch barrierefrei.** Im privaten Bereich werden manchmal steilere Rampen genutzt, etwa mit Schiebehilfe, E-Rollstuhl oder nur für einzelne Stufen. Das kann funktionieren, ist aber **keine gute Universallösung**. Für öffentlich zugängliche oder barrierefreie Ausführung bleibt **6 %** der sichere Zielwert. ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) ## Was oft vergessen wird Nicht nur die Steigung zählt: - **kein Quergefälle** auf der Rampe - bei längeren Rampen **Podeste** - ausreichend **Breite** - oben und unten genug **Bewegungsfläche** ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/)) Die beste Faustregel ist deshalb: **Wenn die Rampe für Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen gleichermaßen taugen soll, plane sie mit maximal 6 % Steigung – besser etwas flacher, wenn Platz da ist.** ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-haus/wohnen/barrierefrei/rollstuhlrampen/))

Kategorie: Technik Tags: Rampe Steigung Rollstuhl