Sind verbaute Rückfahrkameras bei Autos auch Dashcams mit Aufnahmefunktion?
Antwort vom**Nein – eine normale werksseitige Rückfahrkamera ist fast nie eine Dashcam mit Aufnahmefunktion. Sie zeigt beim Rückwärtsfahren nur das Live-Bild an; gespeichert wird dabei in der Regel nichts.** Entscheidend ist der Unterschied zwischen **Einparkhilfe** und **Beweissicherung**: Die Rückfahrkamera springt meist nur beim Einlegen des Rückwärtsgangs an, während eine Dashcam dauerhaft oder ereignisgesteuert aufzeichnet. ## Woran du den Unterschied erkennst Eine reine Rückfahrkamera: - zeigt das Bild nur im Display des Autos, - funktioniert meist nur beim Rückwärtsfahren, - hat oft Hilfslinien zum Einparken, - speichert normalerweise keine Videos. Eine Dashcam: - zeichnet auf Speicherkarte oder internem Speicher auf, - läuft während der Fahrt dauerhaft oder in Schleife, - speichert bei Erschütterung oder Unfall oft automatisch Sequenzen, - hat teils Front- und Heckkamera. ## Ausnahme Es gibt **einige neuere Fahrzeuge oder Sonderausstattungen**, bei denen Kamerasysteme mehr können, etwa 360°-Aufnahmen, Parküberwachung oder Ereignisspeicherung. Das ist aber **nicht automatisch** dieselbe Funktion wie eine klassische Dashcam, und oft ist die Speicherung technisch oder rechtlich eingeschränkt. ## Praktisch wichtig Wenn du Beweise bei einem Unfall oder Parkschaden haben willst, solltest du **nicht von der eingebauten Rückfahrkamera ausgehen**. Dafür brauchst du in der Regel ein Fahrzeug mit expliziter Aufnahmefunktion oder eine separate Dashcam. Im Zweifel steht es in der Ausstattungsliste oder im Handbuch unter Kamera-, Park- oder Recorder-Funktion.