Woran erkennt man, ob Papier für Füller oder Gelroller geeignet ist?
Antwort vomAchte vor allem auf diese Punkte: - **Papiergewicht**: Ab ca. **80–90 g/m²** meist besser, **100 g/m²+** oft deutlich angenehmer. Dünnes Papier neigt zu **Durchscheinen** und **Durchbluten**. - **Oberfläche**: - **Glatt** = gut für Gelroller, oft auch angenehm für Füller. - **Zu rau** = kann kratzen, Feder stärker beanspruchen und Tinte ungleich aufnehmen. - **Saugfähigkeit / Beschichtung**: - **Zu saugfähig** = Linien fransen aus, Tinte wirkt breiter. - **Zu wenig saugfähig / stark beschichtet** = längere Trockenzeit, mehr Verschmieren. Ideal ist ein **kontrolliert tintenfestes** Papier. - **Feathering**: Darauf achten, ob die Schrift an den Rändern **ausfranst**. - **Bleed-through**: Ob Tinte **auf die Rückseite durchblutet**. - **Ghosting / Show-through**: Ob Schrift **stark durchscheint**, auch wenn sie nicht wirklich durchblutet. - **Trockenzeit**: Für Gelroller und besonders nasse Füller wichtig, damit nichts verwischt. - **Shading / Sheen**: Für Füller interessant, wenn Tinte schön schattieren oder glänzen soll; gutes Papier zeigt das besser. - **Federgefühl**: Gutes Papier fühlt sich mit dem Füller **kontrolliert, aber nicht kratzig** an. Praktische Faustregel: - **Füller**: eher **glattes, tintenfestes Papier** mit guter Oberflächenleimung, oft **90 g/m² oder mehr**. - **Gelroller**: kommt meist mit mehr Papieren klar, profitiert aber ebenfalls von **glatter Oberfläche** und etwas höherem Gewicht. Warnzeichen für ungeeignetes Papier: - Schrift franst aus - Rückseite wird fleckig - Papier wellt sich - Tinte trocknet extrem langsam oder schlägt durch Kurz gesagt: **Gewicht, Glätte, Saugverhalten und Verhalten der Tinte auf Vorder- und Rückseite** sind die wichtigsten Kriterien.