Der Luftwiderstand (auch Luftwiderstandskraft oder Luftdrag genannt) vor einem Zug, der mit 300 km/h fährt, lässt sich mit folgender Formel berechnen: **F = 0,5 × ρ × c<sub>w</sub> × A × v²** Dabei gilt: - **F** = Luftwiderstandskraft (in Newton, N) - **ρ** = Luftdichte (ca. 1,225 kg/m³ auf Meereshöhe) - **c<sub>w</sub>** = Luftwiderstandsbeiwert (typisch für moderne Hochgeschwindigkeitszüge: ca. 0,15–0,25) - **A** = Stirnfläche des Zuges (in m², z. B. ca. 10 m² für einen ICE) - **v** = Geschwindigkeit (in m/s; 300 km/h = 83,33 m/s) **Beispielrechnung:** Angenommen: - ρ = 1,225 kg/m³ - c<sub>w</sub> = 0,20 - A = 10 m² - v = 83,33 m/s Dann: F = 0,5 × 1,225 × 0,20 × 10 × (83,33)² F = 0,5 × 1,225 × 0,20 × 10 × 6.944 F = 0,5 × 1,225 × 0,20 × 69.440 F = 0,5 × 1,225 × 13.888 F = 0,5 × 17,006 F ≈ 8.5 kN **Ergebnis:** Der Luftwiderstand vor einem Zug bei 300 km/h beträgt – je nach genauer Zugform und -größe – etwa **8.000 bis 10.000 Newton (8–10 kN)**. **Hinweis:** Der tatsächliche Wert hängt von der genauen Bauform des Zuges, der Luftdichte (Höhe, Wetter) und der Stirnfläche ab. Moderne Hochgeschwindigkeitszüge wie der ICE oder TGV sind besonders aerodynamisch gestaltet, um den Luftwiderstand möglichst gering zu halten.