Welche Luftwechselrate ist für Schlafräume mit 2 Personen anzusetzen?

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**Für einen Schlafraum mit 2 Personen setzt man praxisnah meist etwa 40–60 m³/h Außenluft an; das entspricht je nach Raumgröße grob rund 0,5 bis 1,0 h⁻¹ Luftwechselrate. Entscheidend ist: Nicht die Personenzahl allein bestimmt den Wert, sondern Personenzahl plus Raumvolumen.** ([din.de](https://www.din.de/de/service-fuer-anwender/normungsportale/normungsportal-klima-und-lueftungstechnik/faqs-zur-din-1946-6-2019-12-901724)) ## Was das konkret bedeutet Für Schlafräume wird in DIN-bezogenen Fachhinweisen auf europäische Anforderungen verwiesen, nach denen für Schlafräume mindestens etwa **15 m³/h pro Person** anzusetzen sind; für eine gute übliche Auslegung liegen viele Planungen aber eher bei **20–30 m³/h pro Person**. Bei 2 Personen ergibt das also meist **30 m³/h als Untergrenze** und **40–60 m³/h als sinnvoller Planungsbereich**. ([din.de](https://www.din.de/de/service-fuer-anwender/normungsportale/normungsportal-klima-und-lueftungstechnik/faqs-zur-din-1946-6-2019-12-901724)) Die Luftwechselrate `n` berechnet sich aus: ```text n = Außenluftvolumenstrom / Raumvolumen ``` Ein Beispiel macht den Unterschied sofort klar: - Schlafzimmer 16 m², Raumhöhe 2,5 m → Raumvolumen **40 m³** - bei **40 m³/h** Außenluft → **n = 1,0 h⁻¹** - bei **30 m³/h** Außenluft → **n = 0,75 h⁻¹** - bei **20 m³/h** Außenluft → **n = 0,5 h⁻¹** ([baunetzwissen.de](https://www.baunetzwissen.de/glossar/l/luftwechselrate-4324547)) ## Der häufigste Denkfehler Viele suchen nach **einer festen Luftwechselrate für „2 Personen“**. Die gibt es so nicht. Ein kleiner Schlafraum braucht bei gleicher Belegung eine **höhere Luftwechselrate** als ein großer Raum, obwohl der notwendige Außenluftstrom pro Person ähnlich bleibt. Genau deshalb ist für die Planung der **Volumenstrom in m³/h** meist die bessere Größe als nur `h⁻¹`. ([din.de](https://www.din.de/de/service-fuer-anwender/normungsportale/normungsportal-klima-und-lueftungstechnik/faqs-zur-din-1946-6-2019-12-901724)) ## Klare Empfehlung Wenn du einen normalen Schlafraum für 2 Personen bewerten oder auslegen willst, ist **40 m³/h** ein guter realistischer Ansatz. Bei kleinen, dichten Räumen oder wenn niedrige CO₂-Werte wichtig sind, eher **50–60 m³/h**. **Nur 30 m³/h** ist eher die untere Grenze und funktioniert oft nur knapp. Diese Einordnung ist in der Praxis deutlich hilfreicher als die oft genannte pauschale Mindestgröße von etwa **0,4 h⁻¹** für Wohnungen insgesamt, weil ein belegter Schlafraum nachts deutlich kritischer ist als der Wohnungsdurchschnitt. ([baunetzwissen.de](https://www.baunetzwissen.de/glossar/l/luftwechselrate-46829?thema=schalungen))