Ja, grundsätzlich geht das – aber nur als grobe Näherung, weil Perspektive, Verzerrung durch das Smartphone-Objektiv und die unklare „Kante“ der Kugelspitze schnell Messfehler im Zehntelmillimeter‑Bereich erzeugen. So wird es am zuverlässigsten: 1) **Maßstab und Spitze in exakt dieselbe Ebene bringen** Der Millimetermaßstab muss wirklich auf gleicher Höhe wie die Kugel sitzen (nicht „daneben, aber tiefer/höher“), sonst entsteht Parallaxefehler. 2) **Kamera exakt senkrecht zur Ebene ausrichten** Smartphone so halten/abstützen, dass die Linse möglichst genau rechtwinklig auf Maßstab+Spitze schaut. Nicht schräg fotografieren. 3) **Nicht zu nah ran (Makro-Verzerrung vermeiden)** Lieber etwas Abstand und **2–3× optisch/hochwertig digital** (oder später zuschneiden), statt extrem nah mit Weitwinkel. Wenn dein Handy eine **Tele/2×‑Linse** hat, die verwenden. 4) **Gute Beleuchtung** Helles, diffuses Licht (z. B. am Fenster) reduziert Reflexe auf der Kugel, damit die Kontur erkennbarer wird. 5) **Auswertung am Bild** In einer Foto-App mit Lineal/Pixelmessung: erst die **Skalierung** über z. B. 10 mm am Maßstab festlegen, dann den Kugeldurchmesser im Bild in Pixeln messen und umrechnen. Wichtige Einschränkung: Bei Kugelschreibern ist die angegebene Größe (z. B. 0,7 mm) oft **Strichbreite** bzw. eine Herstellerangabe und nicht sauber der frei sichtbare Kugeldurchmesser. Für eine wirklich genaue Messung bräuchte man eher ein Mikroskop/USB‑Mikroskop oder Messmittel wie eine Messuhr/Mikrometer (praktisch aber schwierig an der Spitze).