Wie können Handydaten bei Hardware-Schaden gerettet werden?

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Bei einem Hardwareschaden am Handy ist die Datenrettung oft schwierig, aber nicht immer unmöglich. Die Möglichkeiten hängen stark davon ab, welche Komponente defekt ist (z. B. Display, Mainboard, Speicherchip). Hier sind die gängigsten Ansätze: 1. **Defektes Display oder Touchscreen** Wenn nur das Display oder der Touchscreen defekt ist, das Gerät aber noch startet, kann oft per USB-Kabel und Computer auf die Daten zugegriffen werden. Gegebenenfalls hilft ein USB-OTG-Adapter mit Maus, um das Handy zu bedienen. 2. **Gerät startet nicht mehr (z. B. Mainboard-Schaden)** In diesem Fall ist der Zugriff schwieriger. Professionelle Datenrettungsdienste können oft helfen, indem sie den Speicherchip (NAND-Flash) auslöten und die Daten direkt auslesen. Das ist technisch aufwendig und teuer. 3. **Speicherchip defekt** Ist der Speicherchip selbst beschädigt, sind die Chancen auf Datenrettung sehr gering. In seltenen Fällen können spezialisierte Labore noch Teile der Daten rekonstruieren. 4. **Cloud-Backups prüfen** Prüfe, ob Daten wie Kontakte, Fotos oder Nachrichten in einem Cloud-Dienst (z. B. Google Drive, iCloud) gesichert wurden. Oft sind zumindest Teile der Daten dort vorhanden. 5. **SIM- und SD-Karte** Kontakte oder Fotos, die auf SIM- oder SD-Karte gespeichert wurden, können durch Einlegen in ein anderes Gerät ausgelesen werden. **Wichtiger Hinweis:** Versuche keine eigenen Reparaturen am Speicherchip, da dies die Daten unwiederbringlich zerstören kann. Bei wichtigen Daten empfiehlt sich der Gang zu einem professionellen Datenrettungsdienst. Weitere Informationen und Hilfe bieten spezialisierte Anbieter wie [Datenrettung Deutschland](https://www.datenrettung-deutschland.de/) oder [Kroll Ontrack](https://www.ontrack.com/de-de/datenrettung/handy). **Fazit:** Die Erfolgschancen hängen vom genauen Schaden ab. Bei wichtigen Daten und schwerem Hardwareschaden ist professionelle Hilfe meist die beste Option.

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