Für den Kurzwellen-Empfang (3–30 MHz) sind sowohl zeitliche als auch örtliche Bedingungen entscheidend: **Zeitliche Bedingungen:** - **Nachts:** Nachts ist der Kurzwellen-Empfang oft besser, weil die Ionosphäre (insbesondere die F-Schicht) nachts weniger durch Sonnenstrahlung ionisiert wird. Dadurch werden bestimmte Kurzwellenbereiche weniger absorbiert und können weiter reflektiert werden. Besonders Frequenzen zwischen 3 und 10 MHz sind nachts gut zu empfangen. - **Tagsüber:** Tagsüber sind höhere Frequenzen (z. B. 10–30 MHz) besser, weil die Ionisation der D-Schicht durch Sonnenlicht zunimmt und niedrigere Frequenzen stärker absorbiert werden. **Örtliche Bedingungen:** - **Freie Umgebung:** Ein Standort ohne viele Gebäude, Bäume oder andere Hindernisse verbessert den Empfang, da weniger Störungen und Reflexionen auftreten. - **Höhere Lagen (z. B. auf einem Berg):** Auf einem Berg ist der Empfang oft besser, weil weniger Störungen durch Bebauung und elektrische Geräte auftreten und die Antenne „freier“ steht. - **Wenig Störquellen:** Orte fernab von Städten und Industrieanlagen sind günstiger, da dort weniger elektromagnetische Störungen (z. B. von Stromleitungen, Computern, Leuchtstofflampen) auftreten. **Zusammengefasst:** Am besten empfängst du Kurzwelle nachts, an einem möglichst freien, erhöhten und störungsarmen Ort. Die optimale Frequenz hängt von Tageszeit und Ausbreitungsbedingungen ab.