Welches Gefälle sollte eine Wasserrinne haben?

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**Eine Wasserrinne sollte in der Praxis meist ein Gefälle von etwa 1–2 % haben, also 1–2 cm pro Meter; weniger führt oft zu stehendem Wasser, deutlich mehr ist bei kurzen Rinnen meist unnötig.** Entscheidend ist, wofür die Rinne gedacht ist: Bei Entwässerungsrinnen an Terrasse, Hof oder Einfahrt reicht 1 % oft aus, wenn die Rinne sauber eingebaut ist und der Ablauf frei funktioniert. 2 % ist die sicherere Lösung, weil Wasser dann auch bei leichten Unebenheiten zuverlässig abläuft. ## Faustregel - **1 % Gefälle** = **1 cm pro Meter** - **2 % Gefälle** = **2 cm pro Meter** Beispiel: Bei 5 m Rinnenlänge sind das **5 bis 10 cm Höhenunterschied**. ## Was praktisch sinnvoll ist Für normale Regenwasser-Rinnen im Außenbereich ist **2 % meist der beste Richtwert**, weil auf Baustellen selten alles perfekt eben ist. Theoretisch reicht oft weniger, praktisch bleiben sonst schnell Pfützen stehen. ## Wichtiger Unterschied Eine **offene Wasserrinne** braucht meist ein klar erkennbares Gefälle. Bei **größeren Entwässerungssystemen mit geplantem Ablauf, Nennweiten und Einläufen** kann das erforderliche Gefälle auch von System, Hersteller und Belastung abhängen. Dann ist nicht nur das Gefälle entscheidend, sondern auch Rinnenbreite, Ablaufleistung und Einbauhöhe. ## Praxis-Tipp Wenn du selbst baust, plane **nicht auf Kante mit genau 1 %**, sondern eher mit **1,5–2 %**. Das gleicht kleine Setzungen, Messfehler und Unebenheiten aus und verhindert später Ärger mit stehendem Wasser.