Vor der Erfindung der Fotografie wurden in der Camera Obscura überwiegend einfache Sammellinsen (konvexe Linsen) als Objektive verwendet. Diese Linsen bestanden meist aus einem einzigen Glasstück und dienten dazu, das durch das kleine Loch einfallende Licht besser zu bündeln und ein helleres, schärferes Bild auf der Projektionsfläche zu erzeugen. Komplexere Objektive, die aus mehreren Linsen zusammengesetzt sind (also sogenannte zusammengesetzte Objektive), wurden erst später entwickelt, insbesondere im Zusammenhang mit der Fotografie, um optische Fehler wie chromatische Aberration zu korrigieren. Solche mehrlinsigen Objektive kamen erst im 19. Jahrhundert auf, als die Anforderungen an die Bildqualität stiegen. Zusammengefasst: In der klassischen Camera Obscura vor der Fotografie wurden fast ausschließlich einfache Sammellinsen verwendet. Mehrlinsige Objektive kamen erst mit der Weiterentwicklung der Optik und der Fotografie auf.