Eine wissenschaftlich basierte Beschreibung einer **unbeschichteten Betonoberfläche** in einer **Großgeräte-/Industrieumgebung** (z. B. Halle mit schweren Maschinen, Flurförderzeugen, Punktlasten) und der **daraus resultierenden Betonbeanspruchung** lässt sich über die maßgebenden **Schädigungs- und Beanspruchungsmechanismen** strukturieren: **1) Werkstoff- und Oberflächenzustand (ohne Schutzbeschichtung)** - Unbeschichteter Beton ist ein **poröser, kapillaraktiver Verbundwerkstoff** (Zementsteinmatrix + Gesteinskörnung + Poren). Die Oberfläche besitzt eine **Zementleim-/Feinmörtelzone**, die mechanisch meist schwächer ist als der Kernbeton. - Ohne Beschichtung fehlt eine Barriere gegen **Flüssigkeiten, Öle, Chemikalien, Abriebpartikel** und gegen **Feuchte- und Salztransport**; dadurch steigen Transportprozesse (Sorption/Diffusion) und oberflächennahe Schädigungen. **2) Mechanische Beanspruchungen in Großgerätebereichen** - **Druck- und Kontaktspannungen** durch Radlasten, Stützfüße, Maschinenfundamente: lokal hohe Spannungen, die zu **Mikrorissbildung** und **Kanten-/Eckabplatzungen** führen können (insbesondere an Fugen, Rändern, Ausbrüchen). - **Biegezugbeanspruchung** der Platte durch Lasten und Untergrundreaktion: maßgebend für **Rissbildung** (Schwindrisse, Last-/Ermüdungsrisse). - **Dynamische/stoßartige Lasten** (Vibrationen, Anprall, fallende Teile): erhöhen die Rissinitiierung; wiederholte Lasten führen zu **Ermüdung** (progressive Rissausbreitung). - **Schub- und Torsionsanteile** bei Lenk-/Bremsvorgängen von Fahrzeugen: begünstigen **Oberflächenabscheren** und **Polieren** der Oberfläche. **3) Tribologische Beanspruchung (Abrieb/Verschleiß)** - Unbeschichtete Betonoberflächen unter Verkehr/Schleifen zeigen **abrasiven Verschleiß**: Abtrag der Zementleimzone, Freilegung der Körnung, Rauigkeitsänderung. - Verschleiß wird verstärkt durch **harte Partikel** (Sand, Metallspäne), die als „Drittkörper“ wirken, sowie durch **Feuchte**, die die Matrix schwächt und Partikelbindung reduziert. **4) Physikalisch-chemische Einwirkungen (ohne Beschichtung besonders relevant)** - **Feuchtewechsel**: Quell-/Schwindvorgänge erzeugen Spannungen → **Netzrisse**, Randcurling, Fugenöffnungen. - **Chemische Angriffe** (je nach Medium): Säuren lösen Zementstein (Entkalkung), Sulfate können zu treibenden Reaktionen führen; Öle/Kraftstoffe sind meist weniger reaktiv, können aber **Poren füllen**, Verschmutzung und Reinigungschemieprobleme verursachen. - **Chloride** (z. B. Tausalz): dringen leichter ein; bei bewehrten Bauteilen erhöhtes Risiko der **Bewehrungskorrosion** (Rissbildung/Abplatzungen). - **Frost-Tau** (falls relevant): bei ausreichender Sättigung und fehlender Luftporenstruktur Gefahr von **Abplatzungen/Scaling**. **5) Typische Schadensbilder als „Beschreibung der Betonbelastung“** - **Staubing (Dusting)**: feiner Oberflächenabrieb durch schwache Randzone/hohe Abrasion. - **Scaling/Abschälungen**: oberflächennahe Abplatzungen durch Frost-Tau/Salze oder schwache Deckschicht. - **Risse**: Schwind-, Temperatur-, Last- und Ermüdungsrisse; oft an Fugen, Einbauteilanschlüssen, Lastkonzentrationen. - **Kantenabbrüche/Fugenschäden**: durch Radlasten, Stoß, unzureichende Fugenlastübertragung. - **Ausbrüche/Spalling**: lokal durch Stoß, Korrosion (bei Bewehrung), oder hohe Kontaktspannungen. **6) Wissenschaftlich übliche Kenngrößen zur Einordnung** - **Druckfestigkeit** (Betonklasse), **Biegezug-/Spaltzugfestigkeit** (rissrelevant), **E-Modul** (Verformung), **Abriebwider