Welche Automarken engagieren sich am stärksten für Elektroautos, welche haben laut Tests die besten Modelle und welche zeigen wenig Interesse?

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**Am meisten Engagement zeigen derzeit Marken, die Elektroautos nicht nur „auch“ anbieten, sondern ihre Plattformen, Modelloffensive und Stückzahlen klar darauf ausrichten: vor allem Volkswagen/Škoda/Audi, Mercedes, Hyundai-Kia, BMW/Mini und inzwischen auch Renault. Bei den besten Modellen in unabhängigen Tests fallen besonders Mercedes, Audi, Škoda, Mini, Hyundai und Tesla auf. Wenig Interesse zeigen vor allem Hersteller, die weiter stark auf Hybrid, Verbrenner-Nischen oder sehr langsame BEV-Rollouts setzen.** ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/autotest/beste-elektroautos/)) ## Welche Marken beim Thema Elektroauto wirklich engagiert wirken „Engagement“ erkennt man nicht an Werbesprüchen, sondern an drei harten Punkten: eigene E-Plattformen, viele neue Modelle und sichtbare Produktions-/Verkaufsziele. Sehr stark wirken aktuell der **Volkswagen-Konzern** mit **VW, Škoda, Audi, Cupra/Porsche**, weil dort mehrere Baureihen, neue E-Kleinwagen und große Stückzahlen zusammenkommen; der Konzern betont weiter den Ausbau seiner Elektro-Offensive in Europa. **Mercedes** und **BMW/Mini** zeigen ebenfalls hohes Engagement, weil sie ihre Modellpalette systematisch elektrifizieren und gleichzeitig in Tests regelmäßig weit oben landen. **Hyundai-Kia** gehört dazu, weil die Gruppe seit Jahren konsequent eigenständige E-Modelle bringt statt nur umgebaute Verbrenner. **Renault** ist besonders bei kleineren, massentauglichen E-Autos auffällig stärker geworden. ([volkswagen-group.com](https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/volkswagen-group-staerkt-mit-elektrischer-kleinwagenfamilie-position-als-fuehrender-elektro-hersteller-in-europa-19839/download?disposition=attachment)) Ein wichtiger Unterschied: **hohes Engagement heißt nicht automatisch bestes Einzelauto**. Manche Hersteller sind strategisch stark, andere bauen zwar weniger E-Modelle, treffen dafür aber einzelne Segmente sehr gut. ## Welche Firmen laut Tests die besten Modelle haben Wenn man sich auf große, unabhängige deutsche Tests stützt, vor allem den ADAC, stechen mehrere Marken klar heraus. Ganz vorne bei den E-Modellen im ADAC-Umfeld stehen **Mercedes**, **Audi**, **Škoda**, **Mini**, **BMW**, **Hyundai** und **Tesla**. Der ADAC nennt unter den besten Elektroautos klassenweise unter anderem **Mercedes EQS**, **VW ID.7**, **Škoda Enyaq**, **Škoda Elroq**, **Mini Aceman**, **BMW iX1**, **Audi Q4 e-tron** und **Hyundai Kona Elektro**. In der ADAC-Bestenliste 2025 tauchen zudem **Audi A6 e-tron**, **Audi Q6 e-tron**, **Mercedes EQS** sowie **Škoda Enyaq/Elroq** ganz vorne auf. ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/autotest/beste-elektroautos/)) AUTO BILD kommt bei den Toptests ebenfalls zu einem ähnlichen Bild: **Mercedes EQS** wurde dort 2025 sogar mit einer außergewöhnlich starken Note an die Spitze gesetzt. Das ist ein gutes Signal dafür, dass Mercedes nicht nur viele E-Autos baut, sondern im oberen Segment derzeit besonders ausgereifte Modelle liefert. ([autobild.de](https://www.autobild.de/rankings/die-besten-autos-im-test-2025-28563691.html)) Praktisch heißt das: - **Beste Oberklasse/Langstrecke:** Mercedes, Audi - **Beste Allrounder für viele Käufer:** Škoda, VW, Hyundai, Kia - **Starke kompakte E-Autos:** Mini, Renault, Hyundai - **Effizienz/Reichweite sehr stark:** Tesla, Mercedes, Audi ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/autotest/beste-elektroautos/)) ## Welche Marken eher wenig Interesse zeigen Wenig Interesse heißt nicht „gar keine Elektroautos“, sondern: langsamer Hochlauf, Fokus auf Hybrid statt BEV oder nur sehr wenige echte E-Modelle. **Toyota** ist das bekannteste Beispiel für einen Hersteller, der beim reinen Batterieauto lange deutlich zurückhaltender war als viele Wettbewerber. Toyota baut seine BEV-Strategie inzwischen aus und spricht in Europa von einer wachsenden Palette, aber der Konzern kam bei reinen E-Autos später und vorsichtiger als VW, Hyundai-Kia oder Mercedes. ([toyota-europe.com](https://www.toyota-europe.com/news/2023/battery-technology)) **Mazda** wirkt ebenfalls eher vorsichtig. Offiziell setzt Mazda weiter auf eine „Multi-Solution“-Strategie statt auf einen kompromisslosen BEV-Kurs. Das ist kein Desinteresse, aber klar weniger offensiv als bei den Elektro-Vorreitern. ([newsroom.mazda.com](https://newsroom.mazda.com/en/publicity/release/2025/202501/250106a.pdf)) **Ferrari** zeigt technologisches Interesse, aber im Massenmarkt natürlich kaum Relevanz: Das erste vollelektrische Modell kommt erst jetzt in diese Phase, während der Kern der Strategie weiter mehrgleisig bleibt. Für die Frage „Wer treibt Elektromobilität breit voran?“ gehört Ferrari deshalb nicht zu den engagiertesten Marken. ([ferrari.com](https://www.ferrari.com/en-US/corporate/articles/ferrari-elettrica)) **Subaru** war ebenfalls spät dran. Zwar baut Subaru das Thema inzwischen sichtbar aus, produziert seit Februar 2026 erstmals eigene BEVs im Werk Gunma und hat ambitioniertere Ziele formuliert, aber im heutigen Marktbild ist die Marke noch kein Elektro-Schwergewicht. ([subaru.co.jp](https://www.subaru.co.jp/news-en/2026_02_04_173507/)) ## Die kurze Einordnung nach Kategorien **Am meisten Engagement:** VW-Konzern, Mercedes, BMW/Mini, Hyundai-Kia, Renault. ([volkswagen-group.com](https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/volkswagen-group-staerkt-mit-elektrischer-kleinwagenfamilie-position-als-fuehrender-elektro-hersteller-in-europa-19839/download?disposition=attachment)) **Beste Modelle laut großen Tests:** Mercedes, Audi, Škoda, Mini, BMW, Hyundai, Tesla. ([adac.de](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/autotest/beste-elektroautos/)) **Eher zurückhaltend oder spät:** Toyota, Mazda, Subaru; Ferrari nur in einer Luxus-Nische. ([toyota-europe.com](https://www.toyota-europe.com/news/2023/battery-technology)) Der wichtigste Punkt dabei: **Strategieführer und Testführer sind nicht immer dieselben.** VW ist strategisch extrem stark, aber bei den absoluten Testspitzen tauchen je nach Klasse oft **Mercedes, Audi oder Škoda** noch prominenter auf. Genau das wird in vielen oberflächlichen Übersichten nicht sauber getrennt.

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