Welche Absicherung ist bei 4 mm² Kabelquerschnitt üblich?

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**Bei 4 mm² gibt es keine pauschal richtige Absicherung – entscheidend sind Verlegeart, Leitungslänge, Umgebungstemperatur und ob Kupfer oder Aluminium verwendet wird. In der Praxis wird 4 mm² Kupfer oft mit 25 A abgesichert, unter günstigen Bedingungen auch mit 32 A, aber das ist ausdrücklich kein Automatismus.** ## Warum es keine feste Zahl gibt Der zulässige Sicherungswert richtet sich nicht nur nach dem Querschnitt, sondern nach der tatsächlich zulässigen Strombelastbarkeit der Leitung. Ein 4‑mm²‑Kabel kann je nach Verlegeart deutlich unterschiedlich belastbar sein. Frei in Luft verträgt es mehr als gebündelt im Rohr in einer warmen Wand. Genau deshalb ist „4 mm² = soundsoviel Ampere“ fachlich zu ungenau. ## Was in der Praxis meist gilt Für **4 mm² Kupfer** sind typische Größen: - **20 A**: konservativ und oft problemlos - **25 A**: sehr häufig praxisgerecht - **32 A**: nur bei passender Verlegeart und nach Berechnung Bei langen Leitungen kommt zusätzlich der **Spannungsfall** dazu. Dann kann die Leitung zwar thermisch noch passen, aber elektrisch trotzdem ungeeignet sein. ## Der entscheidende Punkt Die Sicherung muss **die Leitung schützen**, nicht nur den angeschlossenen Verbraucher. Das bedeutet konkret: Wenn die Verlegebedingungen schlecht sind, kann selbst **25 A schon zu viel** sein. Wenn die Bedingungen gut sind, kann **32 A zulässig** sein. Ohne diese Daten ist jede feste Angabe geraten. ## Praktische Einordnung Ein typischer Denkfehler ist: „4 mm² ist dicker als 2,5 mm², also nehme ich einfach 32 A.“ Genau das kann falsch sein. Beispiel: 4 mm² Kupfer in Dämmung oder zusammen mit mehreren belasteten Leitungen erwärmt sich deutlich stärker als dieselbe Leitung offen verlegt. Dann muss die Absicherung kleiner gewählt werden. ## Klare Empfehlung Wenn es um **230/400‑V‑Installation im Gebäude** geht, ist **25 A bei 4 mm² Kupfer oft ein realistischer Richtwert**, aber **nicht ohne Prüfung verbindlich**. Maßgeblich sind die Tabellen nach DIN VDE 0298‑4. Eine gute fachliche Einordnung zur [Strombelastbarkeit von Kabeln und Leitungen](https://www.mennekes.de/emobility/service/wissensdatenbank/strombelastbarkeit-von-kabeln-und-leitungen/) zeigt, warum Verlegeart und Häufung den Wert direkt verändern. Für die konkrete Auslegung ist am Ende der **Leitungsschutz nach VDE** entscheidend, inklusive Spannungsfall und Abschaltbedingungen; die praktische Systematik dazu beschreibt auch die [Leitungsdimensionierung](https://www.elektro.net/praxisprobleme/leitungsdimensionierung-in-der-elektroinstallation/) recht anschaulich. **Kurz: 4 mm² wird oft mit 25 A abgesichert, manchmal mit 20 A, unter günstigen Bedingungen mit 32 A – pauschal richtig ist keine dieser Zahlen.**

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