Was ist das Simpson-Paradoxon?

Antwort

Das Simpson-Paradoxon ist ein statistisches Phänomen, bei dem ein Trend, der in mehreren Gruppen von Daten vorhanden ist, umgekehrt wird, wenn die Gruppen zusammengefasst werden. Dies kann zu irreführenden Schlussfolgerungen führen, wenn man die aggregierten Daten betrachtet, ohne die zugrunde liegenden Gruppen zu berücksichtigen. Ein klassisches Beispiel ist die Analyse von Behandlungsergebnissen in zwei verschiedenen Gruppen (z. B. Männer und Frauen). Es könnte sein, dass in beiden Gruppen die Behandlung effektiv ist, aber wenn man die Daten für beide Gruppen zusammenfasst, könnte es den Anschein haben, dass die Behandlung insgesamt ineffektiv ist. Dies geschieht oft aufgrund von Störfaktoren oder ungleichen Verteilungen der Gruppenmerkmale. Das Simpson-Paradoxon verdeutlicht die Wichtigkeit, Daten differenziert zu betrachten und die zugrunde liegenden Strukturen zu analysieren, um zu korrekten Schlussfolgerungen zu gelangen.

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