Wo wurde Anfang des 20. Jahrhunderts Griechisch gesprochen?

Antwort

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Griechisch vor allem in folgenden Regionen gesprochen: 1. **Griechenland**: Das heutige Staatsgebiet Griechenlands war das Hauptsiedlungsgebiet der griechischsprachigen Bevölkerung. 2. **Kleinasien (heutige Türkei)**: Besonders an der Westküste (z.B. Smyrna/Izmir, Konstantinopel/Istanbul, Pontos-Region am Schwarzen Meer) lebten große griechischsprachige Gemeinschaften. 3. **Zypern**: Die Mehrheit der Bevölkerung sprach Griechisch. 4. **Südliche Balkanregionen**: In Teilen von Albanien (z.B. Nordepirus), Nordmazedonien und Bulgarien gab es griechischsprachige Minderheiten. 5. **Ägäische Inseln**: Viele Inseln, auch solche, die damals zum Osmanischen Reich gehörten, waren griechischsprachig. 6. **Italien**: In Süditalien (Kalabrien, Apulien) existierten kleine griechischsprachige Gemeinschaften, sogenannte Griko. 7. **Ägypten**: In Städten wie Alexandria lebten bedeutende griechische Gemeinden. 8. **Weitere Diaspora-Gemeinden**: In Städten wie Odessa (Ukraine), Marseille (Frankreich) und anderen Handelszentren gab es griechischsprachige Minderheiten. Die Verbreitung änderte sich nach dem Ersten Weltkrieg und besonders nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei 1923, wodurch viele griechischsprachige Menschen aus Kleinasien nach Griechenland umsiedelten.

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