Jugendsprache ist ein wichtiger Motor für den Sprachwandel. Jugendliche entwickeln ständig neue Ausdrücke, Redewendungen und Sprachstile, um sich von älteren Generationen abzugrenzen und ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen zu zeigen. Diese kreativen Sprachformen können sich schnell verbreiten, vor allem durch soziale Medien, Musik und Popkultur. Einige Begriffe aus der Jugendsprache verschwinden nach kurzer Zeit wieder, andere werden in die Alltagssprache übernommen und prägen so den allgemeinen Sprachgebrauch. Beispiele aus den letzten Jahren sind Wörter wie „cringe“, „lost“ oder „Ehrenmann“. Solche Begriffe zeigen, wie flexibel und dynamisch Sprache ist. Der Sprachwandel durch Jugendsprache betrifft nicht nur den Wortschatz, sondern auch Grammatik, Aussprache und Kommunikationsformen. Insgesamt trägt Jugendsprache dazu bei, dass sich die deutsche Sprache ständig weiterentwickelt und an gesellschaftliche Veränderungen anpasst.