Was passiert bei der Firmung?
Antwort vom**Bei der Firmung bekräftigt ein Bischof oder ein beauftragter Priester deinen Glauben, salbt dich mit Chrisam und spricht dir den Heiligen Geist zu – praktisch ist sie in der katholischen Kirche der Schritt vom „mitgetauften Kind“ zum bewusst bestätigten Kirchenmitglied.** ## Was dabei konkret passiert Im Gottesdienst tritt der Firmling einzeln nach vorn, meist mit einem Firmpaten. Dann legt der Spender der Firmung kurz die Hand auf oder streckt sie über die Firmlinge aus. Das steht für die Weitergabe des Heiligen Geistes. Anschließend salbt er die Stirn mit Chrisam, einem geweihten Öl, und sagt sinngemäß: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet darauf mit „Amen“. Danach folgt meist ein Friedensgruß. ## Was die Firmung bedeutet Entscheidend ist: Die Taufe wird nicht wiederholt, sondern bestätigt und vertieft. Die Firmung soll zeigen, dass der Glaube nicht mehr nur Sache der Eltern ist, sondern bewusst selbst angenommen wird. Deshalb findet sie oft im Jugendalter statt. ## Was oft dazugehört Vorher gibt es normalerweise eine Vorbereitung in der Gemeinde, zum Beispiel mit Treffen, Gesprächen, Gottesdiensten oder sozialen Projekten. Viele wählen außerdem einen Firmnamen oder einen Firmpaten, wobei das je nach Bistum und Gemeinde etwas unterschiedlich gehandhabt wird. ## Wichtiger Unterschied Die Firmung ist kein „katholisches Erwachsenwerden“ im rechtlichen Sinn. Sie ändert also nichts an deiner Volljährigkeit oder deinen staatlichen Rechten. Kirchlich bedeutet sie aber: Du giltst als im Glauben gestärkt und kannst bestimmte Aufgaben in der Kirche eher übernehmen, etwa das Patenamt.