Warum wollte Judas das Geld nicht mehr?

Antwort vom

Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger Jesu, wird in den Evangelien als derjenige dargestellt, der Jesus für dreißig Silberlinge verrät. Nach der Verratstat wird berichtet, dass Judas von Schuldgefühlen geplagt wird. Er erkennt, dass er Jesus, den er als seinen Lehrer und Freund betrachtet hat, verraten hat. Diese innere Zerrissenheit führt dazu, dass er das Geld, das er für den Verrat erhalten hat, nicht mehr haben möchte. In Matthäus 27,3-5 wird beschrieben, dass Judas die Silberlinge zurückbringt und sagt, dass er gesündigt hat, weil er unschuldiges Blut verraten hat. Seine Reue und der Wunsch, die Konsequenzen seines Handelns zu tilgen, treiben ihn dazu, das Geld zurückzugeben. Letztlich endet Judas tragisch, da er sich selbst das Leben nimmt, was seine tiefe Verzweiflung und den inneren Konflikt verdeutlicht.

Kategorie: Religion Tags: Judas Geld Verrat

Verwandte Fragen

War Judas im Erlösungswerk von Gott vorgesehen, und warum sollte er dann nicht ins Paradies kommen?

Die christliche Standardantwort ist: Weil Gottes Vorsehung Judas’ Rolle nicht automatisch rettend für Judas selbst macht. Kurz begründet: 1. Vorsehung ist nicht dasselbe wie Zustimmu...

War Judas für seinen Verrat voll schuldfähig oder von Gott dazu bestimmt?

In der christlichen Theologie werden dazu zwei Ebenen unterschieden, die je nach Tradition unterschiedlich gewichtet werden: 1) Judas als voll verantwortlicher Täter (Schuldfähigkeit) In de...

Lag Judas im Ausnahmezustand und ist seine Tragödie eher Unglaube an Gottes Gnade als Verrat und Suizid?

Nein. „Ausnahmezustand“ (im Sinn von verminderter Schuldfähigkeit/fehlender Verantwortlichkeit) ist für Judas weder biblisch eindeutig belegt noch theologisch nötig, um die...

Wie wird die Rolle des Judas im Erlösungswerk heute theologisch bewertet?

Die Rolle des Judas Iskariot wird in der heutigen Theologie tatsächlich differenzierter betrachtet als noch vor einigen Jahrzehnten. Traditionell galt Judas als der Verräter, der Jesus aus n...