Ja — diese Einordnung ist plausibel. „Die Stunde der Seelsorge“ mit P. Wallner wird von vielen eher als klar konservativ, traditionsbetont und lehramtstreu wahrgenommen. Je nach The...
Vertreten Pfarrer Rimmel und Pater Wallner in der „Stunde der Seelsorge“ eine sehr konservative, möglicherweise vorkonziliare Linie?
Antwort vomJa, diese Einschätzung ist nachvollziehbar: „Stunde der Seelsorge“ ist zwar als geistliches/beratendes Format angelegt, aber wenn dort Pfarrer Rimmel und Pater Wallner prägend auftreten, wird in der Regel eine klar konservative, stark lehramtlich orientierte Linie vertreten – und das kann in Ton, Schwerpunktsetzung und Argumentationsweise durchaus „vorkonziliär“ wirken. Wichtig ist dabei die Unterscheidung: - **„Konservativ“** heißt meist: starke Betonung von Sünde/Beichte, Gehorsam, klaren moraltheologischen Grenzen, traditioneller Liturgie- und Frömmigkeitsformen, Skepsis gegenüber „Zeitgeist“-Anpassungen. - **„Vorkonziliär“** meint eher: ein Stil, der das **Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965)** und seine Akzente (z.B. Gewissensbildung, Kollegialität, ökumenische Öffnung, pastorale Sprache) entweder **abwertet, relativiert** oder praktisch **nicht als maßgeblichen Referenzrahmen** nutzt. Das kann auch passieren, ohne dass jemand das Konzil formell ablehnt. Ob es wirklich „vorkonziliär“ ist, erkennt man typischerweise an wiederkehrenden Mustern wie: - häufige Gegenüberstellung „früher klar – heute verwässert“, - pauschale Kritik an „Konzilsgeist“ statt differenzierter Konzilsrezeption, - starke Fixierung auf Disziplin/Verbote bei vergleichsweise wenig Raum für pastorale Abwägung, Gewissensbildung und die konziliare Sprache von „Zeichen der Zeit“. Kurz: **Konservativ** trifft bei solchen Stimmen oft zu; **„vorkonziliär“** ist als Etikett möglich, aber hängt davon ab, ob sie das Konzil inhaltlich/pastoral erkennbar mittragen oder eher umgehen bzw. abwerten.
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