Was geschieht bei einer Aussegnung nach einem Todesfall und wie lange dauert sie?
Antwort vom**Die Aussegnung ist eine kurze religiöse Abschiedsfeier direkt nach dem Tod oder vor der Beerdigung; dabei wird der Verstorbene gesegnet, es wird gebetet und oft ein letzter Abschied im kleinen Kreis ermöglicht. Sie dauert meist etwa 10 bis 20 Minuten, manchmal auch bis rund 30 Minuten.** ## Was bei der Aussegnung geschieht Typisch ist ein sehr schlichter Ablauf: Ein Pfarrer, Diakon oder anderer kirchlicher Begleiter spricht Gebete, liest einen Bibeltext oder einen kurzen geistlichen Impuls und segnet den Verstorbenen. Oft stehen die Angehörigen dabei noch einmal am offenen Sarg oder am Totenbett. Manchmal werden Weihwasser, ein Kreuzzeichen, Kerzen oder ein gemeinsames Vaterunser einbezogen. Entscheidend ist: Die Aussegnung ist keine eigentliche Trauerfeier, sondern ein letzter geistlicher Abschied. ## Wann sie stattfindet Je nach Region und Konfession findet die Aussegnung entweder sehr bald nach dem Tod statt, etwa im Haus, Krankenhaus oder Pflegeheim, oder später an der Leichenhalle bzw. direkt vor der Beisetzung. Gerade hier gibt es ein häufiges Missverständnis: „Aussegnung“ ist kein überall exakt gleich geregelter Standardbegriff. Der konkrete Ablauf unterscheidet sich teils deutlich nach Ort, Gemeinde und Familie. ## Wie lange sie dauert In der Praxis ist sie meist kurz: - oft 10 bis 15 Minuten - mit Lied, Gebeten oder persönlicher Ansprache eher 20 bis 30 Minuten Wenn viele Angehörige anwesend sind oder noch ein stiller Abschied am Sarg vorgesehen ist, kann es etwas länger dauern. Kürzer als eine normale Trauerfeier ist sie fast immer. ## Praktisch wichtig Für Angehörige bedeutet das vor allem: Die Aussegnung ist meist der intimste Teil des Abschieds, nicht der formelle. Wer noch einmal in Ruhe am Verstorbenen Abschied nehmen möchte, erlebt genau diesen Moment oft als wichtiger als die spätere Beerdigung selbst.