Die letzte MaRisk-Novelle, die im Jahr 2022 in Kraft trat, brachte mehrere wesentliche Veränderungen mit sich. Dazu gehören: 1. **Erweiterte Anforderungen an das Risikomanagement**: Die Anforderungen an die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken wurden präzisiert. Insbesondere wurde der Fokus auf die Integration von ESG-Risiken (Umwelt, Soziales, Governance) verstärkt. 2. **Stärkung der Governance-Strukturen**: Die Anforderungen an die Governance und die Verantwortlichkeiten der Geschäftsleitung wurden klarer definiert. Es wird erwartet, dass die Geschäftsführung aktiv in das Risikomanagement eingebunden ist. 3. **Anpassungen bei der Risikoberichterstattung**: Die Anforderungen an die Risikoberichterstattung wurden verschärft, um eine transparentere und umfassendere Darstellung der Risikosituation zu gewährleisten. 4. **Regelungen zur IT-Sicherheit**: Die Novelle enthält spezifische Vorgaben zur IT-Sicherheit und zum Schutz vor Cyber-Risiken, was in Anbetracht der zunehmenden Digitalisierung von großer Bedeutung ist. 5. **Erweiterte Anforderungen an die Stress-Tests**: Die Anforderungen an die Durchführung von Stresstests wurden ausgeweitet, um die Widerstandsfähigkeit der Institute in Krisenszenarien besser zu bewerten. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Stabilität und Resilienz der Finanzinstitute zu erhöhen und sie besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.