Wird die Umlage energetischer Sanierungsmaßnahmen auf Mieter bei der Begrenzung von Mieterhöhungen berücksichtigt?
Antwort vomJa. Die **Umlage von Kosten energetischer Sanierungsmaßnahmen** auf Mieter wird bei der **gesetzlichen Begrenzung von Mieterhöhungen** grundsätzlich **mitberücksichtigt** – allerdings **nicht über die Kappungsgrenze**, sondern über **eigene, spezielle Deckelungen** im Modernisierungsrecht. - **Kappungsgrenze (§ 558 BGB)**: Gilt für Mieterhöhungen **bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete** (z. B. 20% in 3 Jahren, teils 15% in angespannten Märkten). **Modernisierungsumlagen zählen hierfür nicht**. - **Modernisierung / energetische Sanierung (§ 559 BGB)**: Hier läuft die Erhöhung **separat** und wird durch **Modernisierungs-Deckel** begrenzt (u. a. ein **monatlicher Höchstbetrag pro m² innerhalb von 6 Jahren**, je nach Ausgangsmiete). Kurz: **Energetische Sanierungsumlagen werden nicht in die Kappungsgrenze eingerechnet**, aber sie sind **eigenständig gesetzlich begrenzt**.