Bis zu welchem Schwellenwert dürfen Kommunen Planungsaufträge direkt vergeben?
Antwort vomFür **kommunale Planungsaufträge** gibt es **keinen einheitlichen allgemeinen Schwellenwert für eine „Direktvergabe“**. Entscheidend ist, ob der Auftrag **oberhalb oder unterhalb des EU-Schwellenwerts** liegt und welches **Landesvergaberecht** zusätzlich gilt. Der maßgebliche EU-Schwellenwert für öffentliche Dienstleistungsaufträge von Kommunen liegt seit **1. Januar 2026** bei **221.000 Euro netto**. Architekten- und Ingenieurleistungen sind dabei grundsätzlich als Dienstleistungsaufträge einzuordnen. ([bundesanzeiger.de](https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/zDKvMODHbpcIPpDPapc/content/zDKvMODHbpcIPpDPapc/BAnz%20AT%2018.12.2025%20B4.pdf?inline=)) **Oberhalb von 221.000 Euro netto** ist eine direkte Vergabe regelmäßig **nicht** zulässig; für Architekten- und Ingenieurleistungen sieht die VgV grundsätzlich das **Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb** oder den **wettbewerblichen Dialog** vor. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__74.html)) **Unterhalb von 221.000 Euro netto** richtet sich die Vergabe **nicht nach einem bundesweit einheitlichen Direktvergabeschwellenwert**, sondern nach dem jeweils anwendbaren **Landesrecht**, kommunalen Vergabeordnungen und ggf. Fördermittelvorgaben. Die UVgO selbst enthält keinen allgemeinen bundesweiten Wert, bis zu dem Kommunen Planungsleistungen einfach direkt vergeben dürfen; solche Wertgrenzen werden typischerweise durch Ausführungsbestimmungen von Bund oder Ländern festgelegt. ([bundesanzeiger.de](https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/HobcVnGGV2smSZnsHzX)) Kurz: **EU-weit relevant ist 221.000 Euro netto**; **darunter** hängt die Möglichkeit der Direktvergabe bei Kommunen **vom Bundesland und den konkreten Vergaberegeln vor Ort** ab. ([bundesanzeiger.de](https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/zDKvMODHbpcIPpDPapc/content/zDKvMODHbpcIPpDPapc/BAnz%20AT%2018.12.2025%20B4.pdf?inline=))