Grundsätzlich **nein**: Die deutsche **Wegzugsbesteuerung** betrifft **nicht „Privatvermögen“ allgemein**, sondern **bestimmte Beteiligungen an Kapitalgesellschaften** im **Privatvermögen**. **Konkret betroffen** ist typischerweise: - **Anteile an Kapitalgesellschaften** (z. B. GmbH, AG), wenn du **wesentlich beteiligt** bist (klassisch: **mindestens 1 %** innerhalb eines relevanten Zeitraums) und ins Ausland wegziehst. Dann wird ein **fiktiver Veräußerungsgewinn** besteuert (als ob du die Anteile verkauft hättest). **Typisches Privatvermögen, das dadurch nicht erfasst wird** (als „Wegzugsbesteuerung“ im engeren Sinn): - **Bankguthaben, Bargeld** - **Wertpapiere/ETFs** ohne entsprechende wesentliche Beteiligung an einer einzelnen Kapitalgesellschaft - **Krypto** - **selbstgenutzte Gegenstände** (Hausrat etc.) **Wichtig:** Auch wenn „Privatvermögen“ meist nicht unter die Wegzugsbesteuerung fällt, können beim Wegzug **andere Steuerregeln** relevant sein (z. B. bei **Betriebsvermögen**, **Immobilien**, **Investmentfonds** oder je nach **Doppelbesteuerungsabkommen**).