Welche Kleinkrafträder dürfen mit Versicherungskennzeichen gefahren werden?

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**Mit einem Versicherungskennzeichen fahren in Deutschland vor allem zulassungsfreie Kleinkrafträder bis 50 cm³ bzw. entsprechende Elektrofahrzeuge – also typischerweise Mofa, Moped, Roller und einige Sonderformen, aber gerade keine Leichtkrafträder ab 125 cm³.** ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2023/__52.html)) ## Welche Fahrzeuge dazugehören Ein Versicherungskennzeichen reicht für die Fahrzeuggruppen, die nicht normal bei der Zulassungsstelle angemeldet werden müssen, sondern nur eine Haftpflichtversicherung brauchen. Dazu zählen insbesondere: - **Mofas, Mopeds und Roller** - **zweirädrige Kleinkrafträder** mit **maximal 50 cm³** bei Verbrennern - entsprechende **Elektro-Kleinkrafträder** mit **maximal 4 kW Nenndauerleistung** - in der Praxis meist mit **bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h** ([adac.de](https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/kleinkraftraeder/)) ## Wichtige Sonderfälle Nicht nur klassische Mopeds fallen darunter, sondern je nach Bauart auch: - **leichte Quads und Trikes** bis 50 cm³ und bis 45 km/h - **vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge** in dieser kleinen Fahrzeugklasse - **motorisierte Krankenfahrstühle** - **Elektrokleinstfahrzeuge** wie bestimmte **E-Scooter** oder **Segways** - **S-Pedelecs**, weil sie rechtlich nicht mehr als normales Fahrrad gelten ([huk.de](https://www.huk.de/fahrzeuge/kfz-versicherung/mopedversicherung.html)) Der praktische Unterschied ist wichtig: Ein normales Fahrrad oder Pedelec bis 25 km/h braucht **kein** Versicherungskennzeichen, ein **S-Pedelec** dagegen **schon**. ([huk.de](https://www.huk.de/fahrzeuge/kfz-versicherung/mopedversicherung.html)) ## Was oft verwechselt wird **Leichtkrafträder über 50 cm³, zum Beispiel 125er, fahren nicht mit Versicherungskennzeichen, sondern mit regulärem amtlichem Kennzeichen und Zulassung.** Genau das ist der häufigste Irrtum. ([huk.de](https://www.huk.de/fahrzeuge/kfz-versicherung/leichtkraftrad-versicherung.html)) Auch bei alten DDR-Fahrzeugen gibt es eine bekannte Ausnahme: Bestimmte dort produzierte Mopeds dürfen trotz **60 km/h** noch in diese Versicherungskennzeichen-Kategorie fallen, wenn sie **vor dem 1. März 1992** erstmals in den Verkehr kamen. ([huk.de](https://www.huk.de/fahrzeuge/kfz-versicherung/mopedversicherung.html)) ## Entscheidend für dich Ob dein Fahrzeug ein Versicherungskennzeichen bekommt, hängt **nicht am Namen**, sondern an der **rechtlichen Einstufung in der Betriebserlaubnis**. Ein „Roller“ kann also ein Kleinkraftrad mit Versicherungskennzeichen sein – oder ein zulassungspflichtiges Fahrzeug mit normalem Kennzeichen. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2023/__52.html))