Welche wichtigen Fragen stellt man, wenn intime Fotos ohne Einwilligung über Social Media verbreitet wurden?

Antwort

In einem solchen Fall, bei dem intime Fotos ohne Einwilligung weitergegeben wurden, sind folgende Fragen besonders wichtig: 1. **Hat die Frau den Versand der Fotos ausdrücklich erlaubt?** (Wichtig für die rechtliche Bewertung, ob eine Straftat vorliegt.) 2. **Wie und auf welchem Weg wurden die Fotos verschickt?** (Zum Beispiel per Messenger, E-Mail, Social Media – relevant für die Beweissicherung.) 3. **Wer hat die Fotos erhalten und wie viele Personen sind betroffen?** (Um das Ausmaß der Verbreitung zu klären.) 4. **Gibt es Beweise für den Versand (z.B. Screenshots, Nachrichtenverläufe)?** (Wichtig für eine mögliche Anzeige und Beweissicherung.) 5. **Wie alt ist die betroffene Frau?** (Bei Minderjährigen gelten besondere Schutzvorschriften.) 6. **Hat der Mann die Frau bedroht, erpresst oder unter Druck gesetzt?** (Dies könnte weitere Straftatbestände wie Nötigung oder Erpressung erfüllen.) 7. **Wurde bereits Kontakt zu einer Beratungsstelle, Polizei oder einem Anwalt aufgenommen?** (Hilfreich für die nächsten Schritte und den Opferschutz.) 8. **Gab es vorherige Absprachen über den Umgang mit den Fotos?** (Zum Beispiel: Wurden die Fotos nur für den privaten Gebrauch geschickt?) 9. **Wie geht es der Frau psychisch mit der Situation?** (Unterstützungsbedarf und Schutzmaßnahmen können notwendig sein.) 10. **Sind die Fotos noch online oder wurden sie weiterverbreitet?** (Um das Risiko einer weiteren Verbreitung einzuschätzen.) Diese Fragen helfen, die Situation rechtlich und persönlich besser einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen. In Deutschland ist das Verbreiten von intimen Bildern ohne Einwilligung nach § 184k StGB ("Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen") strafbar. Betroffene sollten Beweise sichern und sich an die Polizei oder eine Beratungsstelle wenden.

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