Welche Daten und Informationen muss ein Interventionsbericht gemäß VdS 3138-1 enthalten?
Antwort vomGemäß **VdS 3138-1:2025-03**, Abschnitt **5.2.2 „Protokollierung des Ablaufs und Alarmbericht“**, muss die NSL den gesamten Ablauf eines Alarms einschließlich einer Intervention **chronologisch mit Zeitstempeln** dokumentieren und zu einem **Alarmbericht** zusammenfassen. Der Bericht muss auf Verlangen **vollständig und nachvollziehbar** vorgelegt werden. Mindestinhalt sind: **eindeutige Schutzobjektbezeichnung** (z. B. Kunden-Nr., Name), **auslösendes Meldungskriterium** (z. B. Einbruch), **sofern vereinbart Zeitpunkt und Ergebnis der Alarmverifizierung** sowie **alle Ereignisse einschließlich Zeitstempel nach VdS 3895**. ([shop.vds.de](https://shop.vds.de/download/vds-3138-1/03c54c3d-6a69-460a-8dfd-608757932d1c)) Für den Bereich **Interventionsdienst** nennt **Anhang C „Mindestumfang der Informationen“** zusätzlich als erforderliche Stammdaten bzw. hinterlegte Informationen: **Angaben zur ausführenden Stelle** (z. B. Name/Firma, Adresse) sowie **Angaben zu den vereinbarten Alarm- und Interventionsmaßnahmen**, also **welche Maßnahmen bei welchem Alarmkriterium in welcher Reihenfolge durchgeführt werden**. Diese Informationen bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen Interventionsablauf und sollten im Bericht bzw. in der zugehörigen Einsatzdokumentation eindeutig referenziert sein. ([shop.vds.de](https://shop.vds.de/download/vds-3138-1)) **Praktischer Lösungsvorschlag für einen Interventionsbericht nach VdS 3138-1:** 1. **Kopfteil** - Schutzobjekt / Kunden-Nr. - Adresse des Objekts - Auftraggeber - ausführende Interventionsstelle / Firma 2. **Alarmdaten** - Alarmart / Meldungskriterium - Eingangszeit in der NSL - ggf. Verifizierungszeit und Verifizierungsergebnis 3. **Ablaufchronologie** - jede Maßnahme mit Datum/Uhrzeit - Alarmweiterleitung - Auftragsannahme - Ausrücken - Ankunft am Objekt - Feststellungen vor Ort - eingeleitete Maßnahmen - Verständigung von Polizei/Feuerwehr/Kunden - Abschluss / Rückmeldung 4. **Ergebnis** - Lagefeststellung - Schaden-/Gefahrenbild - getroffene Sicherungsmaßnahmen - Übergabe an Berechtigte / Behörden 5. **Nachweis** - Name/ID der Interventionskraft - Unterschrift bzw. elektronische Zuordnung - Referenz auf Maßnahmenplan / Interventionsanweisung Sinnvoll ist außerdem, den Bericht so aufzubauen, dass **jeder Prozessschritt manipulationssicher und rückverfolgbar** dokumentiert ist. Bereits die ältere frei einsehbare Fassung von VdS 3138-1 betont, dass Tätigkeiten im Rahmen von Alarmierung und Intervention **manipulationssicher erfasst und dokumentiert** werden müssen. ([vds.de](https://vds.de/fileadmin/Website_Content_Images/Kompetenzen/Security/Zertifizierung/Sicherheitsdienstleister/Qualifikation_zur_NSL-Fachkraft/V3138-1_low.pdf)) Kurzform: **Pflichtangaben** sind vor allem **Objekt**, **Alarmgrund**, **ggf. Verifizierung**, **vollständige Zeitstempel-/Ereignischronologie**; fachlich zweckmäßig ergänzend: **Interventionsstelle**, **eingesetzte Kräfte**, **Feststellungen**, **Maßnahmen**, **Ergebnis** und **Bezug zum Maßnahmenplan**. ([shop.vds.de](https://shop.vds.de/download/vds-3138-1/03c54c3d-6a69-460a-8dfd-608757932d1c))