Darf ein Fitnessstudio für das Pausieren des Vertrags 5 Euro Gebühr verlangen?

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Ja, **möglicherweise schon** – aber **nicht automatisch in jedem Fall**. Entscheidend ist, **warum** der Vertrag pausiert wird und **was im Vertrag/den AGB wirksam vereinbart ist**: - **Freiwillige Pause aus Kulanz**: Eine Gebühr von **5 €** kann eher zulässig sein, **wenn** das Studio eine vertraglich nicht geschuldete Ruhezeit freiwillig anbietet und die Kosten transparent vereinbart sind. ([verbraucherzentrale.de](https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/migration_files/media245424A.pdf)) - **Pause wegen Krankheit / nicht nutzbarer Leistung**: Dann ist eine zusätzliche Gebühr rechtlich deutlich angreifbarer. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Mitglieder ihre Zahlungspflichten meist weiter erfüllen müssen, **wenn keine besondere Regelung greift**; unzulässige Benachteiligungen in AGB sind aber nicht erlaubt. ([verbraucherzentrale.de](https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/fitnessstudios-was-in-vertraegen-nicht-erlaubt-ist-21641)) - **AGB-Klauseln über Zusatzgebühren** können unwirksam sein, wenn sie Verbraucher unangemessen benachteiligen. Die Verbraucherzentralen gehen generell gegen unzulässige Entgeltklauseln vor. ([verbraucherzentrale.de](https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/vertraege-reklamation/wegen-mahngebuehren-verbraucherzentrale-bundesverband-mahnt-shurgard-ab-95323)) Kurz gesagt: **5 € Pausierungsgebühr sind nicht per se verboten**, aber sie sind **nur dann eher zulässig, wenn die Pause eine freiwillige Zusatzleistung des Studios ist und die Gebühr klar wirksam vereinbart wurde**. **Bei Krankheit, Schwangerschaft oder anderen anerkannten Gründen** ist die Klausel eher problematisch. Mehr zu Fitnessstudio-Verträgen: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/fitnessstudios-was-in-vertraegen-nicht-erlaubt-ist-21641