Was ist ausgeteilte und ausgleichende Gerechtigkeit?

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Ausgeteilte Gerechtigkeit und ausgleichende Gerechtigkeit sind zwei Konzepte, die in der Ethik und Rechtsphilosophie eine wichtige Rolle spielen. 1. **Ausgeteilte Gerechtigkeit** (auch distributive Gerechtigkeit genannt) bezieht sich auf die gerechte Verteilung von Ressourcen, Rechten und Pflichten innerhalb einer Gesellschaft. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Güter und Lasten fair verteilt werden sollten, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten. Hierbei spielen Kriterien wie Bedürftigkeit, Leistung oder Gleichheit eine Rolle. 2. **Ausgleichende Gerechtigkeit** (auch retributive Gerechtigkeit genannt) hingegen bezieht sich auf die gerechte Bestrafung von Vergehen und die Wiederherstellung des Gleichgewichts nach einem Unrecht. Sie zielt darauf ab, die Folgen von schädlichem Verhalten zu korrigieren und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Hierbei wird oft die Frage behandelt, welche Strafe angemessen ist und wie man den Schaden, der einem Opfer zugefügt wurde, ausgleichen kann. Zusammengefasst: Ausgeteilte Gerechtigkeit fokussiert sich auf die Verteilung von Ressourcen, während ausgleichende Gerechtigkeit sich mit der Reaktion auf Unrecht und der Wiederherstellung von Gerechtigkeit beschäftigt.

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