Wenn jemand dich zu Unrecht einer Straftat beschuldigt hat, gibt es in Deutschland mehrere rechtliche Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Die Anzeige wegen **falscher Verdächtigung** (§ 164 StGB) ist eine wichtige Option, aber nicht die einzige. Je nach Sachverhalt kommen auch andere Straftatbestände und zivilrechtliche Ansprüche in Betracht: 1. **Verleumdung (§ 187 StGB)**: Wenn jemand wissentlich unwahre Tatsachen über dich behauptet, um deinen Ruf zu schädigen, kannst du zusätzlich Anzeige wegen Verleumdung erstatten. 2. **Üble Nachrede (§ 186 StGB)**: Auch wenn jemand ehrverletzende Behauptungen über dich aufstellt, ohne beweisen zu können, dass sie wahr sind, ist das strafbar. 3. **Rufmord**: Der Begriff „Rufmord“ ist umgangssprachlich und kein eigener Straftatbestand, fällt aber meist unter Verleumdung oder üble Nachrede. 4. **Zivilrechtliche Ansprüche**: Neben Strafanzeigen kannst du auch zivilrechtlich gegen die Person vorgehen, z.B. auf Unterlassung, Widerruf oder Schadensersatz (z.B. Schmerzensgeld nach § 823 BGB). 5. **Strafanzeige wegen Rachehandlungen**: Wenn die falsche Verdächtigung aus Rache erfolgt, ist das ein mögliches Motiv, aber kein eigener Straftatbestand. Es kann aber das Strafmaß beeinflussen. **Fazit:** Du bist nicht auf die Anzeige wegen falscher Verdächtigung beschränkt. Je nach Situation kannst du auch wegen Verleumdung, übler Nachrede oder zivilrechtlich vorgehen. Es empfiehlt sich, den Sachverhalt mit einem Anwalt zu besprechen, um die besten Schritte zu klären. Weitere Informationen findest du z.B. auf [justiz.de](https://www.justiz.de/) oder [anwalt.de](https://www.anwalt.de/rechtstipps/falsche-verdaechtigung-was-tun_186282.html).