Das Phänomen, dass man sich selbst als sehr moralisch einschätzt, während man bei anderen oft unmoralisches Handeln feststellt, wird in der Psychologie als „moralische Selbstü... [mehr]
Der Unterschied zwischen den Ansichten von Lawrence Kohlberg und Carol Gilligan liegt hauptsächlich in ihren Ansätzen zur moralischen Entwicklung. Kohlberg entwickelte eine Theorie der moralischen Entwicklung, die auf einer Stufenleiter basiert. Er identifizierte sechs Stufen, die in drei Hauptniveaus unterteilt sind: präkonventionell, konventionell und postkonventionell. Kohlberg betonte die Bedeutung von Gerechtigkeit und universellen ethischen Prinzipien in der moralischen Entscheidungsfindung. Carol Gilligan hingegen kritisierte Kohlbergs Ansatz, da sie der Meinung war, dass er die moralische Entwicklung von Frauen nicht angemessen berücksichtigte. In ihrem Buch "In a Different Voice" argumentierte sie, dass Frauen oft eine andere Perspektive auf Moral haben, die stärker auf Beziehungen und Fürsorge ausgerichtet ist. Gilligan stellte die Idee auf, dass moralische Entscheidungen nicht nur auf Gerechtigkeit basieren, sondern auch auf dem Verständnis von Verantwortung und Fürsorge für andere. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Kohlberg einen eher rationalen und gerechtigkeitsorientierten Ansatz verfolgt, während Gilligan einen beziehungsorientierten und fürsorglichen Ansatz in der moralischen Entwicklung betont.
Das Phänomen, dass man sich selbst als sehr moralisch einschätzt, während man bei anderen oft unmoralisches Handeln feststellt, wird in der Psychologie als „moralische Selbstü... [mehr]
Jemand, der es gerechtfertigt findet, Menschen als Bestrafung in die Kniescheibe zu schießen, zeigt eine erhebliche Abweichung von grundlegenden ethischen, moralischen und rechtlichen Normen. So... [mehr]