Was sind die primäre, sekundäre und tertiäre Kreisreaktionen nach Piaget?

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Die primäre, sekundäre und tertiäre Kreisreaktion sind Konzepte aus der Entwicklungspsychologie von Jean Piaget, die sich auf die kognitiven Entwicklungsstufen von Säuglingen beziehen. Diese Reaktionen sind Teil der sensomotorischen Phase, die von der Geburt bis etwa zum 2. Lebensjahr dauert. 1. **Primäre Kreisreaktionen**: Diese treten im Alter von etwa 1 bis 4 Monaten auf. Sie beziehen sich auf einfache, wiederholte Handlungen, die das Kind zufällig ausführt und die sich auf den eigenen Körper beziehen. Ein Beispiel wäre das Saugen an den eigenen Fingern. Das Kind entdeckt, dass es durch diese Handlungen Freude oder Befriedigung erfährt. 2. **Sekundäre Kreisreaktionen**: Diese entwickeln sich zwischen 4 und 8 Monaten. Hierbei handelt es sich um Handlungen, die das Kind wiederholt, um eine Reaktion in der Umwelt zu erzeugen. Ein Beispiel wäre, wenn ein Kind ein Spielzeug schüttelt, um Geräusche zu erzeugen oder die Aufmerksamkeit eines Erwachsenen zu gewinnen. 3. **Tertiäre Kreisreaktionen**: Diese treten im Alter von etwa 12 bis 18 Monaten auf. Sie sind komplexer und beinhalten das Experimentieren mit verschiedenen Handlungen, um neue Ergebnisse zu erzielen. Ein Kind könnte beispielsweise verschiedene Methoden ausprobieren, um ein Spielzeug zu erreichen, indem es es schiebt, zieht oder umkippt. Diese Reaktionen zeigen, wie Kinder durch aktives Experimentieren und Interagieren mit ihrer Umwelt lernen und sich entwickeln.

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