Was ist physikalischer Egozentrismus nach Piaget?

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Der physikalische Egozentrismus ist ein Konzept aus der Entwicklungspsychologie, das von Jean Piaget formuliert wurde. Es beschreibt die Tendenz von Kindern, die Welt aus ihrer eigenen Perspektive zu betrachten und Schwierigkeiten zu haben, die Sichtweisen oder Gefühle anderer Menschen zu verstehen. In der frühen Kindheit, insbesondere im präoperationalen Stadium (etwa 2 bis 7 Jahre), sind Kinder oft nicht in der Lage, sich in die Lage anderer zu versetzen. Sie nehmen an, dass andere die Welt genauso wahrnehmen wie sie selbst. Ein klassisches Beispiel für physikalischen Egozentrismus ist das "Drei-Berge-Experiment", bei dem Kinder gebeten werden, die Perspektive einer anderen Person zu beschreiben, während sie ein Modell mit drei Bergen betrachten. Viele Kinder in diesem Alter können nur ihre eigene Sichtweise beschreiben und nicht die der anderen Person. Dieser Egozentrismus ist ein normaler Teil der kognitiven Entwicklung und zeigt, dass Kinder in dieser Phase noch lernen müssen, verschiedene Perspektiven zu erkennen und zu verstehen. Mit zunehmendem Alter und Erfahrung entwickeln sie die Fähigkeit, empathischer zu sein und die Sichtweisen anderer zu berücksichtigen.

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