Die lerntheoretischen Hypothesen zur Entstehung von Depressionen nach Beck, Lewinsohn und Seligman lassen sich wie folgt skizzieren: 1. **Aaron T. Beck**: Beck entwickelte die kognitive Theorie der Depression, die besagt, dass negative Denkmuster und verzerrte Wahrnehmungen der Realität zu depressiven Symptomen führen. Er identifizierte kognitive Triade (negative Sicht auf sich selbst, die Welt und die Zukunft) und betonte, dass diese Denkmuster durch frühere Erfahrungen und negative Lebensereignisse geprägt werden. 2. **Gerald Lewinsohn**: Lewinsohn fokussierte sich auf das Verhalten und die Verstärkung. Er postulierte, dass ein Mangel an positiven Verstärkern (z.B. soziale Interaktionen, Erfolgserlebnisse) zu einem Rückzug aus Aktivitäten führt, was wiederum die Depression verstärkt. Sein Modell betont die Rolle von Verhaltensaktivierung und die Notwendigkeit, positive Erfahrungen zu fördern, um depressive Symptome zu lindern. 3. **Martin Seligman**: Seligman entwickelte das Konzept der erlernten Hilflosigkeit, das besagt, dass Menschen, die wiederholt negative Erfahrungen machen und das Gefühl haben, keinen Einfluss auf ihre Situation zu haben, eine Hilflosigkeit entwickeln, die zu Depressionen führen kann. Diese Theorie hebt die Bedeutung von Kontrolle und Selbstwirksamkeit hervor. Diese Theorien bieten unterschiedliche Perspektiven auf die Entstehung von Depressionen, betonen jedoch alle die Rolle von kognitiven, emotionalen und verhaltensbezogenen Faktoren.