Leiden intelligente Menschen häufiger an Depressionen?

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Intelligenz allein macht Depressionen nicht „wahrscheinlicher“ im Sinne eines einfachen Ursache‑Wirkung‑Zusammenhangs. Die Studienlage ist gemischt: In einigen großen Untersuchungen findet man **höchstens schwache Zusammenhänge** (teils auch gar keine), und je nach Definition von „Intelligenz“ (IQ, Bildung, akademische Leistung) und „Depression“ (Diagnose vs. depressive Symptome) können die Ergebnisse sogar in unterschiedliche Richtungen gehen. Was eher gut belegt ist: **Bestimmte Begleitfaktoren**, die bei manchen sehr leistungsstarken oder kognitiv stark reflektierenden Menschen häufiger vorkommen, können das Depressionsrisiko erhöhen – z.B. Grübeln (Rumination), Perfektionismus, hoher Leistungsdruck, Schlafmangel, soziale Isolation oder chronischer Stress. Umgekehrt können mit höherer kognitiver Kompetenz auch **Schutzfaktoren** einhergehen (bessere Problemlösefähigkeiten, Zugang zu Ressourcen, Gesundheitskompetenz), die das Risiko senken können. Unterm Strich: **„Intelligente Menschen sind häufiger depressiv“ ist als pauschale Aussage nicht korrekt.** Entscheidend sind Stressoren, Persönlichkeit, Lebensumstände, genetische Vulnerabilität und Unterstützungssysteme – nicht der IQ an sich.

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