Hopelessnesstheorie der Depression?

Antwort vom

Die Hopelessness-Theorie der Depression, entwickelt von Lyn Y. Abramson und ihren Kollegen, postuliert, dass Hoffnungslosigkeit ein zentraler Faktor bei der Entstehung von Depressionen ist. Diese Theorie besagt, dass Menschen, die eine pessimistische Sichtweise auf die Zukunft haben und glauben, dass negative Ereignisse unvermeidlich sind, ein höheres Risiko haben, depressive Symptome zu entwickeln. Die Theorie unterscheidet zwischen zwei Arten von Attributionen, die Menschen für negative Ereignisse machen können: 1. **Internale Attribution**: Die Person sieht die Ursache für das negative Ereignis in sich selbst (z. B. "Ich bin nicht gut genug"). 2. **Externale Attribution**: Die Person sieht die Ursache außerhalb ihrer Kontrolle (z. B. "Das war einfach Pech"). Die Hopelessness-Theorie legt nahe, dass Menschen, die internale und stabile Attributionen für negative Ereignisse machen, eher Hoffnungslosigkeit empfinden und somit anfälliger für Depressionen sind. Hoffnungslosigkeit wird als ein Gefühl beschrieben, dass man keine Kontrolle über die eigene Zukunft hat und dass positive Veränderungen unwahrscheinlich sind. Diese Theorie hat wichtige Implikationen für die Prävention und Behandlung von Depressionen, da sie darauf hinweist, dass die Förderung von Hoffnung und positiven Zukunftserwartungen entscheidend sein kann, um depressive Symptome zu verringern.

Neue Frage stellen

Verwandte Fragen

Gibt es einen diagnostischen Selbsttest zur Feststellung einer Depression?

Einen vollständig diagnostischen Selbsttest zur Feststellung einer Depression gibt es nicht, da die Diagnose einer Depression immer von einer Fachperson (z. B. Psychiater:in, Psychotherapeut:in)...