Der Frog-Pond-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, bei dem das Selbstwertgefühl einer Person davon beeinflusst wird, wie sie sich im Vergleich zu anderen in ihrer unmittelbaren Umgebung wahrnimmt. Der Name leitet sich von der Metapher "big fish in a small pond" (gro Fisch in einem kleinen Teich) ab. Im Wesentlichen besagt der Frog-Pond-Effekt, dass Menschen ihr Selbstwertgefühl höher einschätzen, wenn sie in einer weniger kompetitiven Umgebung relativ gut abschneiden, als wenn sie in einer sehr kompetitiven Umgebung nur durchschnittlich sind. Zum Beispiel könnte ein Schüler, der in einer durchschnittlichen Schule zu den besten gehört, ein höheres Selbstwertgefühl haben als ein Schüler, der in einer Elite-Schule nur im Mittelfeld liegt, obwohl beide Schüler objektiv gesehen ähnliche Fähigkeiten haben. Dieser Effekt zeigt, wie wichtig der Kontext und die Vergleichsgruppe für das Selbstwertgefühl und die Selbstwahrnehmung sind.