Erkläre mir Broadbents Modell der frühen Selektion?

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Broadbents Modell der frühen Selektion, auch bekannt als Filtertheorie der, wurde von Donald Broadbent in den 1950er Jahren entwickelt. Es beschreibt, wie Menschen Informationen verarbeiten und selektieren, die über ihre Sinne aufgenommen werden. Laut Broadbent durchlaufen alle sensorischen Informationen zunächst eine Art "sensorisches Register", wo sie kurzzeitig gespeichert werden. Danach passiert Folgendes: 1. **Filterung**: Ein "Filter" wählt bestimmte Informationen basierend auf physikalischen Merkmalen (z.B. Lautstärke, Tonhöhe) aus und lässt nur diese Informationen zur weiteren Verarbeitung durch. Informationen, die nicht ausgewählt werden, werden blockiert und gehen verloren. 2. **Verarbeitung**: Die ausgewählten Informationen gelangen dann in das "kurzzeitige Gedächtnis" oder "Arbeitsgedächtnis", wo sie weiter verarbeitet und interpretiert werden. 3. **Reaktion**: Basierend auf der Verarbeitung im Arbeitsgedächtnis wird eine entsprechende Reaktion oder Handlung ausgelöst. Broadbents Modell betont, dass die Selektion der Informationen früh im Verarbeitungsprozess stattfindet, bevor die Bedeutung der Informationen vollständig analysiert wird. Dies bedeutet, dass nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeitet werden kann, was die kognitive Überlastung reduziert. Ein praktisches Beispiel für dieses Modell ist das "Cocktailparty-Phänomen", bei dem eine Person in der Lage ist, einem Gespräch zu folgen, obwohl viele andere Gespräche und Geräusche im Hintergrund stattfinden. Der Filtermechanismus ermöglicht es der Person, relevante Informationen (z.B. die Stimme des Gesprächspartners) auszuwählen und irrelevante Informationen auszublenden. Weitere Informationen zu Broadbents Modell können in wissenschaftlichen Artikeln und Büchern zur kognitiven Psychologie gefunden werden.

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