Der typische Ablauf eines Bewältigungsprozesses lässt sich in mehrere Phasen unterteilen: . **Ereignis oder Stressor**: Der Prozess beginnt mit einem belastenden Ereignis oder Stressor, der eine emotionale oder physische Reaktion auslöst. 2. **Bewertung**: In dieser Phase bewertet die betroffene Person die Situation. Es wird unterschieden zwischen der primären Bewertung (Ist die Situation bedrohlich?) und der sekundären Bewertung (Welche Ressourcen habe ich, um damit umzugehen?). 3. **Bewältigungsstrategien**: Basierend auf der Bewertung wählt die Person Bewältigungsstrategien aus. Diese können problemorientiert (z.B. aktive Problemlösung) oder emotionsorientiert (z.B. Ablenkung, soziale Unterstützung) sein. 4. **Umsetzung**: Die gewählten Strategien werden in die Tat umgesetzt. Dies kann sowohl aktiv als auch passiv geschehen. 5. **Evaluation**: Nach der Umsetzung wird die Wirksamkeit der Strategien bewertet. Hat die Person die Situation erfolgreich bewältigt oder sind weitere Maßnahmen erforderlich? 6. **Anpassung**: Je nach Ergebnis der Evaluation kann es notwendig sein, die Strategien anzupassen oder neue Ansätze zu entwickeln. Faktoren, die die Bewältigung positiv oder negativ beeinflussen können, sind: - **Soziale Unterstützung**: Ein starkes Netzwerk aus Freunden und Familie kann die Bewältigung erleichtern. - **Persönliche Ressourcen**: Eigenschaften wie Resilienz, Selbstwirksamkeit und emotionale Intelligenz spielen eine wichtige Rolle. - **Stressbewältigungsfähigkeiten**: Erlernte Fähigkeiten zur Stressbewältigung können den Prozess positiv beeinflussen. - **Kulturelle Faktoren**: Kulturelle Hintergründe und Werte können die Wahrnehmung und den Umgang mit Stressoren beeinflussen. - **Gesundheitliche Faktoren**: Physische und psychische Gesundheit können die Fähigkeit zur Bewältigung von Stress beeinflussen. Negative Einflüsse können durch Isolation, mangelnde Ressourcen oder chronischen Stress entstehen.