Das 7-Phasen-Modell des verhaltenstherapeutischen Prozesses ist ein strukturierter Ansatz zur Behandlung psychischer Störungen. Hier ist eine Übersicht der Phasen mit einem einfachen Beispiel: 1. **Kontakt- und Motivationsphase**: - **Ziel**: Aufbau einer therapeutischen Beziehung und Motivation des Patienten. - **Beispiel**: Ein Patient mit sozialer Angststörung sucht Hilfe. Der Therapeut erklärt den Ablauf der Therapie und motiviert den Patienten, aktiv mitzuarbeiten. 2. **Problemanalyse und Zielbestimmung**: - **Ziel**: Identifikation der Probleme und Festlegung konkreter Therapieziele. - **Beispiel**: Der Patient beschreibt seine Angst in sozialen Situationen. Gemeinsam mit dem Therapeuten werden spezifische Ziele festgelegt, z.B. angstfrei an sozialen Aktivitäten teilzunehmen. 3. **Verhaltensanalyse**: - **Ziel**: Analyse des problematischen Verhaltens und der auslösenden Bedingungen. - **Beispiel**: Der Therapeut hilft dem Patienten, Situationen zu identifizieren, die seine Angst auslösen, und analysiert die Gedanken und Gefühle, die dabei auftreten. 4. **Planung der Intervention**: - **Ziel**: Entwicklung eines individuellen Behandlungsplans. - **Beispiel**: Der Therapeut und der Patient planen Expositionsübungen, bei denen der Patient schrittweise sozialen Situationen ausgesetzt wird, um seine Angst zu reduzieren. 5. **Durchführung der Intervention**: - **Ziel**: Umsetzung der geplanten therapeutischen Maßnahmen. - **Beispiel**: Der Patient beginnt mit den Expositionsübungen, zunächst in weniger angstauslösenden Situationen und steigert sich allmählich. 6. **Evaluation und Modifikation**: - **Ziel**: Überprüfung des Therapieerfolgs und Anpassung der Maßnahmen. - **Beispiel**: Der Therapeut und der Patient bewerten regelmäßig den Fortschritt. Wenn nötig, werden die Übungen angepasst oder neue Strategien entwickelt. 7. **Abschluss und Nachsorge**: - **Ziel**: Sicherstellung der Nachhaltigkeit der Therapieerfolge und Planung der Nachsorge. - **Beispiel**: Der Patient hat seine Angst deutlich reduziert. Der Therapeut bespricht Strategien zur Aufrechterhaltung der Erfolge und plant Nachsorgetermine, um Rückfälle zu verhindern. Dieses Modell bietet eine klare Struktur für die Durchführung einer Verhaltenstherapie und kann individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.