Die Entscheidung eines Papstes, einem Staatsoberhaupt eine Audienz zu verweigern – insbesondere aus Gründen wie der Haltung zur Abtreibung – ist ein sehr sensibles und politisch aufgeladenes Thema. Aus diplomatischer Sicht gilt der Dialog als zentrales Element, um Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken und gemeinsame Lösungen zu finden. Eine Gesprächsverweigerung könnte als Zeichen der Ablehnung oder gar als Bruch in den bilateralen Beziehungen gewertet werden. Gerade der Vatikan und der Papst sind traditionell bemüht, Gesprächskanäle offen zu halten, auch wenn es in moralischen oder ethischen Fragen Differenzen gibt. Ein Dialog bietet die Möglichkeit, die eigene Position zu erklären, Verständnis zu fördern und vielleicht sogar Einfluss auf die Haltung des Gegenübers zu nehmen. Eine Verweigerung der Audienz könnte hingegen als kontraproduktiv angesehen werden, da sie die Fronten verhärtet und die Chance auf gegenseitiges Verständnis oder Kompromisse verringert. In der Geschichte des Vatikans gab es seltene Fälle, in denen Audienzen verweigert wurden, meist jedoch aus schwerwiegenden diplomatischen oder moralischen Gründen. Im Fall von Leo XIV. (der übrigens bislang kein realer Papst ist; der aktuelle Papst ist Franziskus, Stand 2024) und Emmanuel Macron würde eine solche Entscheidung vermutlich international für Aufsehen sorgen und könnte als Signal der Intoleranz oder mangelnden Dialogbereitschaft interpretiert werden. Zusammengefasst: Aus diplomatischer und kirchlicher Sicht wäre eine Gesprächsverweigerung wegen der Haltung zur Abtreibung tatsächlich kontraproduktiv, da sie den Dialog verhindert und die Möglichkeit zur Einflussnahme oder zum gegenseitigen Verständnis einschränkt.