Typische **Anzeichen (Indikatoren)**, die in der Praxis oft **vor** einem möglichen Kriegsbeginn zwischen den USA und Iran zu beobachten wären, lassen sich in politische, militärische,...
Ja – die US‑Vorherrschaft ist heute stärker **herausgefordert** als in den 1990er/2000er Jahren, aber sie ist nicht „kurz vor dem Ende“. Eher verschiebt sich die Welt von klarer US‑Dominanz zu **mehr Konkurrenz und Fragmentierung**. **Warum sie gefährdeter wirkt (Treiber des Machtverlust‑Risikos):** - **China als systemischer Rivale:** wirtschaftliche Größe, technologische Aufholjagd, militärischer Ausbau im Indopazifik; zugleich versucht China, Regeln/Standards in Handel, Technologie und Institutionen mitzuprägen. - **Russland als Störmacht:** weniger ökonomische Basis, aber hohe Bereitschaft zu militärischer Eskalation und hybriden Mitteln; bindet US‑Ressourcen und spaltet Bündnisse. - **Erosion der „liberalen Ordnung“:** mehr Staaten agieren opportunistisch („multi‑alignment“), internationale Regeln werden selektiver befolgt, Institutionen verlieren Durchsetzungskraft. - **Innenpolitische Polarisierung in den USA:** schwankende Außenpolitik, geringere Planbarkeit für Partner, Budget‑ und Governance‑Risiken. - **Technologie- und Lieferkettenkonflikte:** Exportkontrollen, Chip‑/KI‑Wettlauf, Entkopplungstendenzen; das reduziert US‑Vorteile, kann aber auch Gegenblöcke erzeugen. - **Schulden/Zinslast und soziale Spannungen:** begrenzen langfristig Spielräume, ohne automatisch Macht zu „beenden“. **Warum die USA weiterhin sehr stark sind (Stabilitätsfaktoren):** - **Bündnissystem** (NATO, enge Partnerschaften in Europa und Asien) ist ein struktureller Vorteil, den Rivalen kaum replizieren können. - **Dollar‑Zentralität und Finanzmacht** (Kapitalmärkte, Sanktionsfähigkeit) bleiben ein Hebel, auch wenn Diversifizierungsversuche zunehmen. - **Innovationsökosystem** (Spitzenuniversitäten, Venture‑Capital, Big Tech, Rüstungs‑/Dual‑Use‑Forschung) ist weiterhin führend. - **Geografie und Energie/Resilienz** (zwei Ozeane, große Binnenwirtschaft, hohe Anpassungsfähigkeit). - **Militärische Projektion** bleibt global einzigartig, auch wenn regionale A2/AD‑Zonen (v.a. im Westpazifik) die Kosten erhöhen. **Wahrscheinlichstes Bild:** - Keine „Ablösung über Nacht“, sondern **relativer Machtverlust**: Die USA bleiben auf absehbare Zeit die **einzelne** stärkste Macht, aber mit weniger Fähigkeit, allein Regeln zu setzen. Ergebnis: mehr **Multipolarität**, mehr **Blockbildung** in Technologie/Handel und mehr **regionale Machtzentren**. **Woran man echte Gefährdung erkennen würde (Frühindikatoren):** - dauerhafte **Bündnis‑Erosion** (Partner rücken sicherheitspolitisch weg), - spürbarer **Verlust der Dollar‑Dominanz** (nicht nur Symbolpolitik), - nachhaltige **Innovations‑/Produktivitätslücke** gegenüber China, - innenpolitische **Handlungsunfähigkeit** über mehrere Wahlzyklen, - militärische **Abschreckungs‑Fehlschläge** in Schlüsselregionen (Indopazifik/Europa). Unterm Strich: **Gefährdet im Sinne von „umkämpfter und kostspieliger“**, nicht im Sinne von „bald vorbei“.
Typische **Anzeichen (Indikatoren)**, die in der Praxis oft **vor** einem möglichen Kriegsbeginn zwischen den USA und Iran zu beobachten wären, lassen sich in politische, militärische,...
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