Ist Erbil im Irak die Stadt, in der viele US-Söldner aus dem Irakkrieg 2003 ihren Lebensabend verbringen?

Antwort vom

Nein. Erbil (Hewlêr) in der Autonomen Region Kurdistan im Irak ist vor allem ein politisches und wirtschaftliches Zentrum mit internationaler Präsenz (u. a. Konsulate, NGOs, Firmen) und war/ist ein wichtiger Standort für ausländische Sicherheitsfirmen und Schutzdienste – aber es gibt keine belastbare Grundlage dafür, dass „viele US‑Söldner“ aus dem Irakkrieg 2003 dort ihren Lebensabend verbringen. Wichtig zur Einordnung: - Der Begriff „Söldner“ ist hier meist ungenau: Gemeint sind in der Regel private Militär- und Sicherheitsdienstleister (Contractors), nicht reguläre US‑Soldaten. - Dass es in Erbil zeitweise viele ausländische Contractors gab (v. a. für Personenschutz und Objekt-/Anlagensicherheit), ist plausibel; daraus folgt aber nicht, dass es ein typischer Ruhestandsort für US‑Veteranen/Contractors ist. - Ruhestand/„Lebensabend“ verbringen US‑Veteranen und ehemalige Contractors überwiegend in den USA oder in klassischen Auswanderungszielen, nicht typischerweise im Irak. Infos zu Erbil: https://de.wikipedia.org/wiki/Erbil

Kategorie: Politik Tags: Erbil Irakkrieg Soeldner