Politische Akteure haben vielfältige Einflussmöglichkeiten auf den politischen Entscheidungsprozess. Zu den wichtigsten Akteuren zählen Regierung, Parlament, Parteien, Interessengruppen (z. B. Verbände, NGOs), Medien und Bürger*innen. Ihre Einflussmöglichkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. **Regierung**: Sie initiiert häufig Gesetzesvorhaben, setzt politische Agenden und steuert die Verwaltung. Durch Kabinettsbeschlüsse und Ministerien werden politische Entscheidungen vorbereitet und umgesetzt. 2. **Parlament**: Das Parlament berät, verändert und beschließt Gesetze. Es kontrolliert die Regierung und kann durch Anträge, Anfragen und Ausschüsse Einfluss nehmen. 3. **Parteien**: Sie bündeln Interessen, entwickeln Programme und stellen Kandidaten für politische Ämter. Über Fraktionen im Parlament und Koalitionsverhandlungen nehmen sie direkten Einfluss auf die Gesetzgebung. 4. **Interessengruppen und Verbände**: Sie vertreten spezifische Interessen (z. B. Wirtschaft, Umwelt, Soziales) und versuchen, durch Lobbyarbeit, Stellungnahmen, Gutachten und Kampagnen politische Entscheidungen zu beeinflussen. 5. **Medien**: Sie informieren die Öffentlichkeit, setzen Themen auf die Agenda (Agenda-Setting) und üben durch Berichterstattung und Meinungsbildung Druck auf politische Akteure aus. 6. **Bürger*innen**: Sie können durch Wahlen, Petitionen, Demonstrationen, Bürgerinitiativen und öffentliche Debatten Einfluss nehmen. 7. **Gerichte**: Sie überprüfen politische Entscheidungen auf ihre Rechtmäßigkeit und können Gesetze für verfassungswidrig erklären. Die Einflussmöglichkeiten variieren je nach politischem System, Thema und aktueller politischer Lage. Oft wirken mehrere Akteure gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig.