Inhalt des Buches von Klaus von Dohnanyi zur Russlandpolitik zusammenfassen?

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Klaus von Dohnanyi argumentiert in seinem Buch zur Russlandpolitik im Kern für eine realpolitische, interessengeleitete und sicherheitspolitisch nüchterne Linie gegenüber Russland – und kritisiert eine aus seiner Sicht moralisch aufgeladene, strategisch kurzsichtige Politik des Westens. - **Grundthese:** Dauerhafte Sicherheit in Europa sei historisch nur *mit* Russland, nicht *gegen* Russland erreichbar. Abschreckung könne nötig sein, ersetze aber keine tragfähige Sicherheitsordnung. - **Kritik am westlichen Kurs:** Er problematisiert, dass der Westen (insbesondere USA/NATO/EU) russische Sicherheitsinteressen zu wenig berücksichtigt habe und dadurch Eskalationsdynamiken begünstigt worden seien. Dazu zählt er typischerweise auch die Logik von Einflusszonen, Bündniserweiterungen und das Ausbleiben belastbarer Rüstungskontrolle. - **Deutsche Interessenperspektive:** Deutschland solle stärker aus eigener europäischer Interessenlage handeln (Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen), statt sich primär an US-Strategien auszurichten. Er warnt vor einer Politik, die Deutschland in eine dauerhafte Konfrontation treibt. - **Diplomatie und Rüstungskontrolle:** Er plädiert für Rückkehr zu Verhandlungen, Krisenkommunikation, Rüstungskontroll- und Vertrauensbildungsmechanismen (statt „Siegfrieden“-Rhetorik) – auch wenn das politisch unpopulär ist. - **Energie/Wirtschaft:** Er bewertet wirtschaftliche Verflechtung eher als Stabilitätsfaktor und kritisiert pauschale Entkopplung, weil sie Europas Handlungsspielräume schwäche und Konflikte nicht automatisch löse. - **Ukraine-Krieg als Zäsur:** Den russischen Angriff verurteilt er, nutzt ihn aber als Anlass, die Vorgeschichte und strategische Fehlerketten zu diskutieren; Ziel müsse ein belastbarer europäischer Sicherheitsrahmen nach dem Krieg sein, nicht eine endlose Eskalation. Hinweis: Klaus von Dohnanyi hat mehrere Texte/Publikationen zur Russlandpolitik veröffentlicht. Ohne den exakten Titel kann ich nur die wiederkehrenden Kernlinien seiner Argumentation zusammenfassen.

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