Ist Noam Chomsky antikommunistisch, und wie steht er zu Kuba?

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Noam Chomsky ist kein „Anti‑Kommunist“ im üblichen Sinn (also jemand, der pauschal jede linke/sozialistische Politik bekämpft). Er versteht sich eher als libertärer Sozialist/Anarchosyndikalist und kritisiert sowohl kapitalistische Machtstrukturen als auch autoritäre Staatssozialismen. Er hat sich wiederholt gegen antikommunistische Propaganda im Kalten Krieg gestellt, ohne deshalb autoritäre kommunistische Systeme zu verteidigen. Zu Kuba ist seine Haltung im Kern zweigeteilt: 1) **Sehr harte Kritik an der US‑Politik gegenüber Kuba** Chomsky verurteilt das US‑Embargo/den wirtschaftlichen Druck und die US‑Interventionspolitik als völkerrechtswidrig bzw. politisch-moralisch verfehlt und als zentralen Faktor, der Kubas Entwicklung und Lebensstandard belastet. 2) **Keine Schönfärberei des kubanischen Systems** Gleichzeitig erkennt er die autoritären Züge des kubanischen Staates an (Einschränkungen politischer Freiheiten, Einparteienherrschaft, Repression gegen Dissens) und behandelt Kuba nicht als Vorbild für libertären Sozialismus. Seine Betonung liegt aber oft darauf, dass Kritik an Kuba nicht als Rechtfertigung für US‑Sanktionen oder Regimewechselpolitik dienen dürfe. Kurz: Chomsky ist eher **anti‑autoritäre Machtkritik** als „anti‑kommunistisch“, und zu Kuba ist er **anti‑Embargo/anti‑Intervention**, bei gleichzeitiger **Kritik an kubanischer Repression und Einparteienstaat**.

Kategorie: Politik Tags: Chomsky Kommunismus Kuba

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