Was passiert bei der Präzession?

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Bei der **Präzession** (meist: **Präzession der Erdachse**) ändert sich die **Richtung**, in die die **Rotationsachse** eines rotierenden Körpers zeigt, **langsam** – die Achse „taumelt“, ohne dass der Körper aufhört, sich zu drehen. **Was passiert dabei konkret (Erde):** - Die Erdachse bleibt etwa um **23,4°** gegen die Bahnebene geneigt, aber die **Ausrichtung im Raum** wandert. - Der Himmelsnordpol beschreibt dadurch über lange Zeit einen **Kreis** am Himmel: Der „Polarstern“ ist nicht dauerhaft derselbe. - Ursache ist vor allem das **Drehmoment** von **Sonne und Mond** auf den **Äquatorwulst** der Erde (die Erde ist am Äquator etwas „bauchig“). - Folge: Die Richtung der Tagundnachtgleichen verschiebt sich entlang der Ekliptik; daher der Begriff **„Präzession der Tagundnachtgleichen“**. - Zeitraum: ein kompletter Umlauf der Achsausrichtung dauert ungefähr **26.000 Jahre**. Kurz: Präzession ist das **langsame Kreisen der Rotationsachse** eines rotierenden Körpers durch äußere Kräfte – bei der Erde mit messbaren Folgen für Himmelskoordinaten und den „Polarstern“.

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